SOOC13 Themenblock 1: Meine PLE – ein Schnappschuss

Als Gastgeber des SOOC13 habe ich eine sehr seltsame Doppelrolle: zwar moderieren wir eigentlich “nur”, um eine Auseinandersetzung mit dem aktuellem Wochenthema komme ich aber auch nicht herum. Immer wenn ich ein Bild einer persönlichen PLE sehe denke ich so: Wie würde das bei mir eigentlich aussehen?

Bei einem bin ich mir sicher: meine PLE lässt sich nicht auf ein Bild packen. Ich arbeite in verschiedenen Kontexten mit verschiedenen Werkzeugen und Endgeräten. Neben dem, was am besten für das aktuelle Lern-Setting wäre spielen ganz andere Fragestellungen noch eine Rolle: Muss das vielleicht mal noch jemand lesen? Brauche ich das auch auf anderen Geräten? Wo bin ich gerade? Wie lange dauert es, bis ich die eben in die Maschine geworfene Wäsche aufhängen muss (also wie lange habe ich jetzt noch Zeit)..?

Ich kann also so oder so nur einen Ausschnitt betrachten. Und was läge da näher, das für mich auf den SOOC13 einzuschränken. Nun mag man sich streiten, ob das eine Lern- oder Arbeitsumgebung ist. Da es mein erster MOOC ist, den ich mit veranstalte ist es aber sicher eine Mischung aus beidem. In einem zweiten Schritt schränke ich das mal noch auf ein Werkzeug ein: meinen Browser. Ich arbeite insbesondere durch die verschiedenen Endgeräte, die ich nutze, sehr viel mit webbasierten Anwendungen, daher ist für mich der Browser eines der wichtigsten Werkzeuge überhaupt.

Mein Browser als Ausschnitt meiner SOOC13-PLE

Ich habe mal versucht, alle relevanten Webtools zu öffnen, die ich im Browser aufrufe und so sieht das dann in meiner Task-Leiste aus:

Und außerhalb des Browsers?

Sehr viele dieser Anwendungen, nämlich Astrid, Google Kalender, WordPress, Fleedly, Pocket, Hootsuite/Tweakdeck, Google+, Google Drive, Evernote) habe ich als App. Dass es eine solche App gibt (in meinem Fall für Android) gibt, ist für mich häufig ein Kriterium, wenn ich mir ein Tool aussuche. Außerdem gibt es ja noch ein paar Desktop- und RL-Anwendungen, die ich im Rahmen des SOOC13 einsetze:

Weitere Termine und Aufgaben verwalten, Notizen machen

PostIts und Notizbücher nutze ich tatsächlich noch, vor allem wenn das Mitschreiben per Hand einfacher und schneller geht als mit dem Rechnerm, weil man flexibler sein kann. Ich verwende sie daher beispielsweise zum Mitschreiben bei Telefonaten und Meetings. Wichtige Aufgaben klebe ich mir an die Tastatur, damit sie mich bald stören.

Weitere Reflexionsmöglichkeiten für mich

Wie oben beschrieben, verwende ich den SOOC13 auch, um das Modul 3 im Zertifikatsprogramm abzuschließen. Daher muss ich (notgedrungen) auf eine Word-Datei zurückgreifen – eine Abgabe des Blogs als ePortfolio war bereits im ersten Modul nicht möglich 😦 Haben es die SOOC-Teilnehmer da gut.

Weitere Austauschmöglichkeiten

Und dennoch brauchen wir im SOOC13 noch E-Mails (hier nutze ich Thunderbird), Skype, GoogleTalk (jetzt heißt der ja Hangout) und wenn Fragen schnell geklärt werden können: das Telefon.

Weitere Möglichkeiten, Notizen zu machen

Erste Ideen, bspw. zu Flipcharts oder Visualisierungen, landen bei mir oft auf Notizbüchern und -blöcken, die bei mir auf dem Schreibtisch verteilt liegen.

Weitere Beschaffungsquellen für Bilder

Mit dem Smartphone habe ich auch immer einen Fotoapparat dabei. So können Sachen schnell aufgenommen werden, seien es Situationen, Flipcharts, handgeschrieben Notizen (die hänge ich dann an eine Evernote-Notiz, damit ich sie besser wiederfinden kann)…

Und wo ist meine PLE zu finden?

Neben meinen beiden Schreibtischen (im Büro und zu Hause) bin ich eigentlich immer wenigstens mit dem Smartphone unterwegs. Durch viele automatisch synchronisierenden Anwendungen unterscheidet sich der Zugriff auf die Daten und Dienste kaum, nur die Eingabe ist oft nicht ganz so komfortabel wie an einer “richtigen” Tastatur.

Eine meiner liebsten physischen PLEs ist aber mein Bett und wie man sieht habe ich auch dieses mit Erweiterungen ausgestattet, um auch hier möglichst problemlos an alle Informationen zu gelangen 🙂

Mein Bett-Buttler

Mein Bett-Buttler (Foto privat)

L3T 2.0 – Ein Camp in Chemnitz!

Fast drei Jahre sind seit der Veröffentlichung des Lehrbuchs für Lernen und Lehren mit Technologien vergangen und in diversen Blog-Beiträgen habe ich über das Projekt, das durchaus mehr als ein BUCH ist, berichtet. Nun soll das Buch aktualisiert werden, denn veraltete Literatur zum Thema gibt es genug (und bei dieser rasanten Entwicklung sind drei Jahre durchaus eine Zeit, in der Inhalte veralten können).

Die Herausgeber des Buchs (Sandra Schön und Martin Ebner) wissen natürlich noch aus der letzten Ausgabe: Ein Lehrbuch zu erstellen ist Stress! Und wenn man dann schon diesen Stress hat, dann muss man den vielleicht nicht so lange haben, sondern intensiv und dafür kurz. Keine schlechte Idee. Aber wie schafft man das? Mit einem guten Vorsatz:

Und das Tolle ist: Eines dieser Camps wird in Chemnitz sein!

Aber was heißt das?

Ehrlich gesagt: Ich habe nur eine vage Ahnung davon und auch unter den verschiedenen Camp-Leitern entsteht hier gerade erst eine Vorstellung. Aber ich will diesen Blogpost nutzen, um die wesentlichen Eckpunkte von L3T und des Camps zu vermitteln (was auch den Vorteil hat, dass ich auf diesen Post verlinken kann, wenn ich Personen direkt anspreche, vielleicht sind/bist Sie/Du gerade über einen solchen Link hier her gekommen). Das heißt aber auch: Der Post wird etwas länger, bitte ggf. Teile überspringen 🙂

Was ist L3T?

L3T ist die Kurzform für das Lehrbuchs für Lernen und Lehren mit Technologien, das Anfang 2011 veröffentlicht wurde. Diese erste Ausgabe wurde unter der Mitarbeit von 115 Autoren, über 80 Gutachtern erstellt und ist ganz traditionell als Print-Ausgabe in Hardcover/Farbe sowie Softcover/Schwarz-Weiß entstanden (es können sogar einzelne Kapitel als individuelle Zusammenstellung bestellt werden), ABER eben auch unter eine Creative Commons Lizenz (CC-BY-NC-ND). Das heißt: Jedes Kapitel steht als PDF online und kann kostenfrei von jedem eingesetzt werden. Und das ohne auf die Qualitätssicherung zu verzichten. Dadurch waren auch namenhafte Autoren wie Rolf Schulmeister, Gabi Reinmann oder Peter Baumgartner von Anfang an dabei.

[tweet https://twitter.com/#!/uwespangler/status/15103944785]

Aber L3T war nicht nur ein Buch. Im Rahmen dieses Projekts gab es noch ganz andere Aktionen, z. B.

  • L3T on Tour: Nach der Veröffentlichung wurden Bücher auf reisen geschickt, in denen sich die Autoren verewigen und den aktuellen Standort mit einem Foto auf einer Karte eintragen sollten: http://l3t.eu/ontour/
  • O3R-Reihe: In weiteren Publikationen um L3T und Lernmaterialien erschien eine Schriftenreihe (natürlich auch unter CC-Lizenz): http://l3t.eu/oer/
  • L3T’s Talk: In einer Vortragsreihe sprachen verschiedene Experten zu Lehrmaterialien und deren Zukunft: http://l3t.eu/talk/
  • L3T’s Work: In einem Expertenworkshop wurde auf die Zukunft von Lernmaterialien “gewettet”: http://l3t.eu/zukunft/

Außerdem hat das Projekt ein paar Preise gewonnen. Durch einen davon (NetIdee) ist es auch möglich, die Camps etwas zu unterstützen. Das heißt konkret: wir bekommen Kaffee, Kekse und Werbematerial!

Was soll L3T 2.0?

Mission L3T 2.0 von Martin Ebner (CC-BY)

Natürlich gibt es bereits eine Projektseite, auf der folgende Punkte “geklaut” sind (der Zustimmung der Autoren bin ich mir sicher):

Das Ziel von L3T 2.0 ist ganz klar: Das Lehrbuch soll eine neue Auflage erhalten. Das bietet auch die Möglichkeit, die Kapitel diesmal gleich unter CC-BY-SA-Lizenz zu stellen, womit die Kapitel auch modifizierbar sein sollen. Hierfür gibt es eine Reihe regionaler Anlaufstellen – die Camps – in denen die zweite Auflage vorangetrieben werden soll. Hier werden Arbeitsmöglichkeiten bereitgestellt und nicht zuletzt die Neuauflage zum Event werden, der auch einen gewissen PR-Charakter in sich trägt. Berichterstattung über Social Media ist dabei selbstverständlich (muss aber von den Camps getragen werden). Dazu soll

zwei Mal auf Tag “Auf Sendung” ge[gangen werden] und ein “rasender Reporter” wird von Camp zu Camp reisen und von dort berichten.

Innerhalb dieser Tage werden nicht nur Autorinnen und Autoren arbeiten, sondern es braucht auch

zahlreich[e] weiter[e] Aktiv[e], die sich als kompetente Reviewer, Lektoren, Layouter, Unterstützer, Kommunikator, Camp-Host usw. einbringen wollen. Diese Unterstützung ist durchaus auch stundenweise und von “zuhause” möglich – auf alle Fälle sollte man jedoch schon vor Tag 1 wissen wie’s geht. [Mitmachen!]

Aktuell ist über die sieben Tage folgender Zeitplan angedacht:

 Die 7 Tage: Ein erster Plan

  • Tag 1 (Dienstag, 20.8.13): Start und schreiben
  • Tag 2 (Mittwoch, 21.8.13): Schreiben
  • Tag 3 (Donnerstag, 22.8.13): Start Review und Überarbeitung
  • Tag 4 (Freitag, 23.8.13): Review und Überarbeitung
  • (Sa/So, 24./25.8.13 – frei!)
  • Tag 5 (Montag, 26.8.13): Lektorat und Layout
  • Tag 6 (Dienstag, 27.8.13): Lektorat und Layout
  • Tag 7 (Mittwoch, 28.8.13): Finalisierung und Party

Etliche weitere Aktivitäten laufen parall oder nach eigenen Regeln, z.B.:

  • Covererstellung,
  • L3T-Foto-Camp (Fotos für Cover)
  • L3T-Bib-Team für alles rund um Literatur
  • L3T-Abb-Team für Abbildungen aller Art
  • L3T-Tech-Support für technische Fragen aller Art
  • L3T-Support für Fragen aller Art
  • L3T-Blogger
  • unser rasender Reporter
  • L3T-TV-Team
  • etc. etc. – Ihr habt bestimmt auch eigene Ideen!

Die endgültige Veröffentlichung ist dann bis spätestens November 2013 angedacht.

Das L3T-Camp in Chemnitz

Und nun die beste Nachricht: Eines dieser Camps wird in Chemnitz stattfinden! Wir haben mit der Universitätsbibliothek einen kompetenten Partner im Open-Access-Bereich gefunden und uns wird der zentrale Schulungsraum über die gesamte Zeit zur Verfügung stehen. Das heißt, wir haben Platz für mindestens 15-20 Personen, wir haben EduRoam und stationäres Internet, Kaffee und sicher auch Schokolade – und damit alles, man braucht 😀

Wo liegt eigentlich Chemnitz?

“Das ist doch irgendwo in Sachsen”

Ja genau. Genau das habe ich ja damals auch gedacht (ich habe in Dresden studiert und kannte Chemnitz nur von der Durchreise zu meinen Großeltern). Konkret gesagt: Wir liegen sehr sehr zentral zwischen allen L3T-2.0-Camps:

L3TCamp_Map_kleiner

Chemnitz liegt sehr idyllisch am Rande des Erzgebirges und ist die drittgrößte Stadt in Sachsen. Der Schulungsraum der Bibliothek, in dem das Camp stattfinden wird, ist keine 3min vom Hauptbahnhof weg. Chemnitz hat außerdem die günstigsten Hotelpreise in Deutschland ^^ (bei der Suche nach Zimmern von anspruchsvoll nach supergünstig helfe ich gern weiter).

Und was machen wir dort?

Zu den inhaltlichen Aktivitäten werden wir uns einerseits am oben stehenden Grobplan orientieren. Aber wir sind auch noch offen, das Chemnitzer Camp in eine “Spezialrichtung” zu treiben. Durch meine Projektnähe zum eScience-Netzwerk Sachsen kann ich mir hier besondere Schwerpunkte vorstellen, aber auch die Abkürzung des Camp Chemnitz (CC) drängt sich für eine inhaltliche Spezialrichtung nahezu auf. Kurz gesagt: Hier bin ich auf den Input der Camper angewiesen und das wird sich (da bin ich sicher) in der nächsten Zeit konkretisieren.

Auch rings herum hat Chemnitz einiges zu bieten: Die Nähe zum Erzgebirge, Dresden oder Leipzig, die durchaus bekannten Kunstsammlungen und das Museum Gunzenhauser, die Bedeutung als Industriestandort, der Sitz der chemmedia als eines der Top-10-Unternehmen im E-Learning-Bereich (PDF), die BPS als sachsenweiter Dienstleister einer universitären LMS-Infrastruktur, der Kaßberg als jugenstilarchitektonische Besonderheit… ich glaube, hier lässt sich ein interessantes Rahmenprogramm stricken. Aber das machen wir anhand der Vorlieben der Teilnehmer aus.

Und nun?

Egal ob (potentieller) Autor, interessierter Leser, Student oder auf eine andere Art angesprochener (oder angesprochen gefühlter) Leser: Chemnitz needs you! Es gibt eine ganze Menge in den 7 Tagen zu tun: Kapitel schreiben, begutachten, in Fachdatenbanken eintragen, Literatur recherchieren, geeignete Bilder finden oder erstellen, das Camp im Social Web bekannter machen, Metadaten in Social-Bookmarking-Plattformen einstellen, Videos erstellen, Fallstudien schreiben, Aufgabe formulieren…

Dabei können wir (leider) kein Honorar bieten, unterstützen aber immer im Rahmen unserer Möglichkeiten: Publicity, Mitautorenschaft, Namensnennung auf den L3T-Seiten, Seminararbeitsthemen, Abschlussarbeiten, Ausstellung von Bescheinungen über Aufgaben beim L3T-Camp… und sind hier in alle Richtungen offen!

Bei Interesse bitte melden bei Anja Lorenz.

Aufruf zur Blogparade: Hilfe, mein Prof blogt!

SOOC13

Prof. Gabi Reinmann von der Universität der Bundeswehr München tut es.
Prof. Peter Baumgartner von der Donau-Universität Krems tut es.
Prof. Miriam Meckel von der Universität St. Gallen tut es.
Prof. Christian Spannagel von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg tut es.
Prof. Rainer Kuhlen von der Universität Konstanz tut es.

SIE ALLE BLOGGEN.

Aber warum? Blogposts werden auf keiner Publikationsliste erwähnt. Blogposts werden bei Anträgen um Drittmittel nicht berücksichtigt. Blogposts werden vielleicht noch nicht einmal von den eigenen Mitarbeitern oder Studenten gelesen. Oder doch?

Um diesen Fragen nachzugehen und in Vorbereitung auf den zweiten Themenblock des SOOC13 rufen wir hiermit zu einer Blogparade auf:


Liebe Professoren, Dozenten, Universitätsmitarbeiter…: Warum blogt Ihr eigentlich?
Liebe Studenten: Lest Ihr denn, was Professoren bloggen? Interessiert Euch das? Und was haltet Ihr davon?


Wie funktioniert eine Blogparade?

Ein Blogger (in diesem Fall sind das wir vom SOOC13-Team) stellt eine…

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Die Followerpower funktioniert doch!

Yippie, es hat geklappt! Mein Glaube an die Followerpower ist wieder hergestellt!

Im SOOC13 hatten wir die Teilnehmer zu einem Experiment animiert (http://www.sooc13.de/programm/themenblock-i/):

  1. Gehen Sie auf http://de.wikipedia.org/wiki/W… und klicken Sie links unter dem Logo auf zufälliger Artikel. Welcher Artikel erscheint? Kennen Sie jemanden, der sich damit auskennt? Versuchen Sie über einen Tweet, jemanden zu finden, der sich damit auskennt, bspw. “Kennt sich jemand aus mit BEGRIFF #sooc13 #conexperiment #followerpower“. Notieren Sie die Antwort im Etherpad.
  2. Obwohl ich immer noch denke, dass es eine gute Idee war, lief das Experiment nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte…
  3. Gründe dafür wurden sogar in den Blogbeiträgen der Teilnehmer gesucht…
  4. Heute, am Pfingsmontagabend, wollte ich einen neuen Versuch starten UND DER HAT SOGAR GEKLAPPT!!!
  5. Ich gebe das #conexperiment nicht auf: War schon mal jemand in #Merten (#Bornheim)? #followerpower ow.ly/ldGfy #sooc13
  6. @anjalorenz Leider nur in Frankfurt-Bornheim. 😦 de.wikipedia.org/wiki/Frankfurt… #followerpower #sooc13
  7. @mons7 danke, das ist aber schon einmal ein Anfang 🙂
  8. @anjalorenz In Bornheim, liegt zwischen Köln und Brühl. Im Umland wird viel Gemüse, vornehmlich Kohl, angebaut 🙂
  9. @anjalorenz ja. melde schon mal fort gewesen zu sein. liegt vor der bonner haustuer
  10. @anjalorenz sorry. nicht ‘fort’ sondern ‘dort’ in b-merten. h. boell hat fort gelebt
  11. @e_trude @anjalorenz hallo ellen. merten liegt zwischen bruehl und bonn. das ist damit weiter suedlich. ok. bin pingelig.
  12. @ralfh @anjalorenz Kommt drauf an, von wo man kommt 🙂 Also auf meiner Fahrtstrecke von Köln Richtung Euskirchen einfach nur nach links
  13. @e_trude @anjalorenz von bonn aus einfach nur nach oben. da wo es spargel obst und erdbeeren gibt ist man ungefaehr richtig.
  14. @ralfh @anjalorenz Genau, und damit aus allen Richtungen richtig, also nicht zu verfehlen.

Besonderen Dank an Ellen und Ralf. Ohne weiter recherchiert zu haben, weiß ich jetzt also: in Merten wird viel Kohl Spargel, Erdbeeren, also generell viel Obst/Gemüse angebaut, es liegt zwischen Bonn und Brühl, aber auch Richtung Köln 😉

Hey #followerpower, was ist los mit Dir?

Liebe #followerpower,

Du warst oft sehr nett zu mir. Du hilfst mir, wenn ich nicht weiß, wo ich suchen soll. Du zeigst mir, dass die Welt nicht schlecht ist und es Menschen da draußen gibt, die mir helfen, obwohl ich  sie nicht kenne. Du bist es, weshalb ich die Idee des Konnektivismus verstehe – zumindest dachte ich das. Ich habe an Dich geglaubt und für den SOOC13 ein Experiment erdacht, dass den Teilnehmern zeigen sollte, wie toll Du bist. Aber Du warst nicht da. Aber ich habe es wohl einfach übertrieben. Und ich habe die Ausmaße von Wikipedia unterschätzt.

tl;dr

Einfach auf Twitter nach der Followerpower rufen scheint wenig erfolgreich zu sein. Und dabei hatte ich mir das als ein so tolles Experiment vorgestellt 😦

Das Experiment

Im SOOC13 widmet sich der erste Themenblock den Grundlagen zum Lernen 2.0. Ganz vorn mit dabei ist natürlich die Idee des Konnektivismus und der damit verbundenen Netzwerke, die in Zukunft immer wichtiger sein sollen. Ich fand die Idee gut, dass die Teilnehmer dieses Netzwerkwissen selbst erleben sollten und so ist mir (zu später Stunde) folgendes Experiment eingefallen:

Gehen Sie auf http://de.wikipedia.org/wiki/W… und klicken Sie links unter dem Logo auf zufälliger Artikel. Welcher Artikel erscheint? Kennen Sie jemanden, der sich damit auskennt? Versuchen Sie über einen Tweet, jemanden zu finden, der sich damit auskennt, bspw. “Kennt sich jemand aus mit BEGRIFF #sooc13 #conexperiment #followerpower“. Notieren Sie die Antwort im Etherpad.

Ich fand die Aufgabe gut, das SOOC-Team fand die Aufgabe gut. Ihr dürft alle auch gern mitmachen. Aber was wurde draus?

Followerpower kaputt?

Es ist ja die erste Woche und ich habe mich riesig gefreut, dass sich überhaupt jemand an die Aufgabe gewagt hat, zumal vielen der Umgang mit Twitter auch neu ist und es ihnen gewiss nicht leicht gefallen ist. Aber was zum T… hat sich Wikipedia denn bei diesen Themen als Zufallsartikel gedacht? Die ersten Berichte zum Experiment führten zu folgenden Themen:

  • Die Geschichte Osttimors (zum Tweet): Es gab 1 RT (von mir, man will ja Starthilfe leisten), und es gab eine (mehr oder weniger zufriedenstellende) Antwort: @sunsurfer428 wusste, dass es der erste Staat war, der im 21. Jhd. unabhängig geworden war.
  • Josephines Mondschnecken (zum Tweet): Ein RT von mir, der wiederum 2mal retweetet wurde (einmal davon von Nina, einer anderen SOOC-Gastgeberin). Keine Antwort.
  • Río Mizque (zum Tweet): Den hatte ich selbst über Wikipedia ermittelt. Ich hatte sogar die Fragestellung etwas verändert. Keine Reaktion.
  • Jugger (zum Tweet): Ich habe Retweetet, keine Antwort. Es gibt auch einen Blogartikel dazu.
  • Gönpawa Wangchug Gyeltshen: Bei diesem Begriff kam es gar nicht erst zu einem Tweet. Dr. Carsten Weiß hat stattdessen über seine Aktivitäten gebloggt, die ihn schließlich zum Abbruch des Experments gebracht hatten.

Was ist da schief gelaufen? Ist etwas schief gelaufen?

zum Bild

FAIL stamp by Hans Gerwitz (CC-BY-SA)

Erst einmal: ich hätte vielleicht wirklich ein paar mal ernsthaft auf den “Zufälliger Artikel”-Link klicken sollen. Hätte ich die oben stehenden Begriffe erwischt, hätte ich auch gleich gedacht: na das wird nix. Und dennoch scheint es einige Faktoren zu geben, die das Gelingen dieser Aufrufe begünstigen oder hemmen. ACHTUNG: nachfolgende Punkte entstammen rein subjektiven Eindrücken, den ersten Resümees der Teilnehmer oder argumentativ nachvollziehbaren Schlussfolgerungen und sind nicht empirisch belegt (es wäre interessant zu sehen, ob sie belegbar wären… kann da jemand mal einen Artikel dazu schreiben? #followerpower):

  • Man braucht Follower. Wenn keiner zum Krieg geht, wenn man in den Wald hineinruft, dann fällt auch kein Baum um. Oder so ähnlich… Ohne das Netzwerk kann es keine konnektivistischen Effekte geben, ganz klar. deshalb habe ich die Tweets auch oft retweetet, auch wenn es bisher nicht wirklich viel gebracht hat.
  • Man braucht die richtigen Hashtags. Neben der Followerpower, die den Lesern gleich klar macht, dass man Hilfe braucht, sind das themenspezifische Hashtags, die man aber oft auch nicht kennt. So hätte es bei Jugger vielleicht einen Hashtag zum Landesverand gegeben oder so.
  • Man braucht die richtige Zeit. Ich selbst habe das Gefühl, dass ich morgens, kurz nach dem Mittagessen und abends die meisten Rückmeldungen auf Twitter erhalte. Es ist auch logisch: morgens fährt man zur Arbeit und hat nebenbei Zeit zum Tweets lesen. Oder man macht das zum Frühstück, beim Zähneputzen, noch im Bett… Nach dem Mittagessen braucht man auch etwas Zeit zum Warmlaufen und nach dem Feierabend ist dann auch wieder Zeit.
  • Man braucht auch etwas Glück. Wir folgen Menschen, die in irgend einer Art und weise für uns interessant sind. Wenn man nun aber ein ganz anderes Thema einstreut und dann feststellt, dass das die eigenen Follower auch interessiert, sagt man immer, dass die Welt doch sehr klein ist. Und was für ein Zufall und so. Und so ist es auch.

Meinungen der Teilnehmer

Auf dem Blogs der Teilnehmer kann man folgendes Lesen (wertungsfrei zitiert):

von Kevpa (Jugger):

Ergebnis: Leider hat es bis jetzt nichts gebracht und es wäre bei einer Frage, die schnell beantwortet werden muss sehr fatal darauf zu warten. Jedoch bin ich offen für Neues und finde diese Art der Informationsbeschaffung auch nützlich. Vielleicht bräuchte ich auch einige Follower, die dann meinen Tweet sehen.

Jedenfalls bin ich weiter gespannt, was und wie sich hier “unser” Experiment entwickelt!

von nils_von@sooc13 (die Geschichte Osttimors):

Mein Resümee ist also: Wenn ich etwas über ein bestimmtes Thema wissen möchte, dann helfen mir die sogenannten “sozialen Medien” nicht viel weiter, sondern schaue in den bekannten Quellen nach, oder suche in der Fachliteratur.

Aber was war den auch passiert?

Man könnte jetzt sagen, ich rede es mir schön, aber wenn man sich die zugehörigen Blogposts mal anschaut, so hat sich jeder dieser ersten Reflexionen gezeigt, dass sich die Teilnehmer selbst doch sehr mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Der Blogartikel von Dr. Weiß zum Artikel “Gönpawa Wangchug Gyeltshen” hatte das auf beeindruckende Weise gezeigt: Über den Wikipedia-Artikel hatte er in der Versionsgeschichte herausgefunden, wer diesen Artikel mit verfasst hatte. Einen Hauptautor hatte er sogar auf Twitter gefunden, dann aber (verständlicherweise) nicht angeschrieben, da die Tweets zu alt und sein Interesse ja nur am Rande echt war. Er hatte Publikationen auf Amazon gefunden und herausbekommen, dass die Meinung um diesen tibetanischen Geistlichen auf Wikipedia wohl stark auseinander gingen. Auch ein zweiter relevanter Experte schien aufgrund seiner Abneigung gegen den Wikipedia-Eintrag kein sehr guter Ansprechpartner für das Problem zu sein… und das alles in 20 Minuten, wie Dr. Weiß schreibt.

Ist das nichts? Mich beeindruckt das schon, auch wenn es mit dem ursprünglichen Ansatz nur wenig zu tun hat. Ich glaube, ich versuche da mal anzusetzen. Vielleicht versuche ich noch das ein oder andere mal das Experiment mit einem anderen Beitrag fortzusetzen. Ich glaube an Dich, Followerpower 😉

Und dann auch noch das…

Nachdem mein erster Aufruf nicht sehr erfolgreich geraten war, machte ich einen zweiten Versuch, bei dem mir der Mund offen stehen blieb:

[tweet https://twitter.com/anjalorenz/status/334791003926048769]

Vielleicht habt Ihr Lust, Euch auch einmal in dem Experiment zu versuchen. Oder Ihr habt Vorschläge, das von vorn herein zu verbessern. Dann gern her damit!

Ein neues Spezial-BarCamp wird geboren: Das StadtCamp

Das erste mal ein BarCamp zu besuchen ist für viele ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Steffen Peschel hat heute in seiner Blogparade dazu aufgerufen, über sein “erstes Mal” auf einem BarCamp zu berichten. Ich hatte ihm einige Beispiele aus den EduCamps weitergegeben und dabei bemerkt, dass vielleicht gar nicht so viele Beiträge für die Blogparade entstehen könnten – schlichtweg weil es sie schon gibt. Eine ganze Reihe an EduCampern hat über den ersten EduCamp-Besuch gebloggt, auch ich. Aber auch auf den EduCamps gibt es einen erstaunlich großen Anteil an “Newbies”, um die sich mit Erklärungsvideos und eigenen Einstiegssessions auch aufmerksam gekümmert wird. Und so kommen nach jedem EduCamp neue Berichte vom ersten EduCamp hinzu (Beispiele vom #echh13: 1, 2).

Aber Steffen hat ein Ass im Ärmel: Er und sein Team organisieren das erste StadtCamp, das am kommenden Wochenende in Dresden stattfindet.

Logo des Stadtcamps (freundlich aufgedrängelt genehmigt von Steffen Peschel – vielleicht sollte das StadtCamp über CC-Lizenzen für Logos und Texte nachdenken… ok, nicht nur vielleicht)

Die Initiative startet zwar aus Dresden und die Teilnehmer werden wohl auch eher aus dieser Ecke stammen, die Probleme dürfen und sollen laut Steffen auch gern überregional diskutiert werden:

Es ist das erste +STADTCAMP, ja. Wenn man so will, rührt das ganze am aktuellen Stadtgeschehen. Immer mehr Projekte stehen in Dresden vor dem Aus, weil sie mit dem teilweise eigenen Anspruch nicht-kommerziell zu agieren nicht gegen einen gerade stark anziehenden Immobilienmarkt mithalten kann. Hier ist eine Karte mit einigen Projekten, die akut gefährdet sind oder schon schließen mussten: http://freiraum.fueralle.org/projekte/
Es soll aber nicht nur um Dresden gehen. Das STADTCAMP soll auch den “Austausch über den Tellerrand” ermöglichen. Sowohl geografisch wie auch thematisch. Ich möchte zB. zwei Sessions anbieten, die sich nicht direkt mit dem bedrohten Projekten beschäftigen, sondern indirekt eine Verbindung ziehen. Einmal “Wie funktioniert Barcamp?” und das andere “Stadt und Medien – Was kann man selbst und wie?”. Das ist dann sicherlich auch auf andere Städte interessant. (Hoffen ich. :))

Ich werde zwar nicht an dem StadtCamp teilnehmen (einerseits bin ich nicht direkt in das Thema involviert, auch wenn es in Chemnitz sehr viele Handlungsfelder gibt, vgl. Stadtforum; andererseits ist das Männertagswochenende traditionell familiär geblockt), aber die “Premiere” dieses Spezialformates finde ich spannend. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt und ob es vielleicht Nachahmer geben wird, ob sich ein übergreifender oder eher regionaler Ansatz hier etablieren könnte,… und ob es danach in der Blogparade von jedem Teilnehmer einen Beitrag “mein erstes StadtCamp gibt”. Die Anmeldung ist übrigens noch offen!