Mein letztes Wort zu Tools…

Ich komme mir ja immer recht clever vor, wenn ich die Blogposts vordatiere um tatsächlich das letzte Wort zu haben. Ist es nicht, aber bitte lasst mich bei dem Glauben😉.

In diesem Themenblock ist es passiert: Das RL hat gegen meine SOOC13-Gastgeberrolle gearbeitet. Mit der eScience Netzwerkkonferenz hatte ich eine Art Projektabschluss (mit den üblichen Nacharbeiten), das war wichtig und hat mich sehr eingenommen (auch wenn wir hier natürlich auch Werbung für den SOOC gemacht haben).

Natürlich ist der SOOC nicht unser eigentlicher Job: Wir sind an Institutionen beschäftigt, an denen wir Lehre und Forschung realisieren. Der SOOC13 ist mehr oder weniger “Hobby”. trotzdem kann ich es nicht lassen, auch inhaltlich zum Thema beizutragen.

Was fehlt…

Ich habe mir die Tool-Empfehlungen der SOOC-Teilneher angeschaut und war froh, kurz vor Schluss doch noch eine Empfehlung für ein Literaturmanagement-Tool zu lesen. Die Suche nach einem geeigneten Tool hierfür war eine der längsten für mich: für meinen Großen Beleg hatte ich noch mit Feldern in Word gearbeitet, in meiner Diplomarbeit habe ich BibTeX gefunden, jetzt bin ich auf BibLaTeX und Biber und ärgere mich, dass JabRef das nicht optimal unterstützt. Dafür hat Mendeley einen nettes Word-Plugin und anpassbaren BibTex-Export, der relativ gut funktioniert. Nichts verstanden? → GIDF.

Warum ist das so? Auch in meiner Lehre habe ich festgestellt: Selbst Master-Studenten, die mit dem Bachelor ja ihre erste wissenschaftliche Arbeit schon hinter sich haben, haben das tw. noch per Hand gemacht. Und ich kann hier schwören: In jeder Arbeit, deren Literaturmanagement per Hand gemacht wurde, gibt es Fehler. Mal weniger schlimme (Komma statt Punkt etc.), aber öfter gravierende (Quellen fehlen im Literaturverzeichnis – und ich scheine ein Talent dafür zu haben, diese Quellen zu finden). Ersteres markiere ich beim Korrigieren, letzteres wirkt sich negativ auf die Note aus. Also warum nutzen Studenten diese Chance nicht?

Was neu ist…

Ich habe in diesem Themenblock herausgefunden, was IRC-Chats “in Echt” bedeuten. Ich kannte Begriff und Funktionsweise, hatte aber noch nie einen Anwendungsfall. Viel passiert da auch (noch) nicht, aber ich bin auf den nächsten Live-Event gespannt, da das mMn der relevante Anwendungsfall ist.

Seit einiger Zeit gibt es eine Facebook-Gruppe. Ich finde es gut, wenn sich die Community selbst ihren Weg sucht, genau das ist (auch) open – aber die Facebook-Gruppe ist es leider nicht. Ohne einen Facebook-Account darf ich die Beiträge dort weder lesen noch referenzieren. “Aber wer hat denn schon keinen Facebook-Accont?” – Ich! Ich bin auf sehr vielen Plattformen aktiv, Facebook gehört nicht dazu. Und ich kann hier noch nicht einmal mitlesen. Das finde ich persönlich nicht gut.

Was ich noch nicht verstanden habe…

“Die anderen MOOCs” haben oft eine “Zeitschrift”/Linksammlung auf Paper.li etc. Ich dachte, für den SOOC13 brauchen wir das sicher auch, habe  die Zeitung aber erst einmal intern abonniert, um zu sehen, was drinsteht (d.h. ich bekomme eine Mail). Und was steht drin? Sehr sehr wenig. Und vor allem: weniger als die Teilnehmer schreiben. Vielleicht habe ich das Konzept noch nicht verstanden: Wie bekomme ich hier Inhalte rein?

#followerpower

Was kommt…

In den letzten Themenblocks wurde öfter schon gefragt: was passiert mit meinen Daten? Ist es gut, wenn ich allzu persönlich blogge? Der kommende Themenblog widmet sich (endlich) genau diesem Thema. Für mich ist es vermutlich sogar der spannendste. Und damit es nicht zu relaxed wird, muss ich parallel unseren Vortrag auf der EduLearn in Barcelona (Olé, olé) vorbereiten. RL in your Face ^^

3 thoughts on “Mein letztes Wort zu Tools…

  1. Zum SOOC kann ich zwar nichts beitragen, aber deine “Entrüstung”, dass man ohne FB-Account nicht mitlesen kann, teile ich nicht wirklich. Zwar habe ich einen Account, aber dank einiger MOOCs habe ich mir Accounts für andere Dienste zu gelegt, weil man ansonsten teils mitlesen oder auch nicht kann und dadurch häufig leicht ausgeschlossen ist oder dieses Gefühl bekommt.
    Genau diese Vielfalt an Mediendiensten und die Möglichkeit als Gruppe sich einen anderen weg wie die Veranstalter es dachten zu suchen, machen MOOCs spannend, aber auch unübersichtlich und werden teils zum Ausschlusskriterium. Muss ich wirklich hier und da einen Account haben oder kann ich damit leben, dass ich dort nix mitbekomme?
    Ich weiß nicht, ob man wirklich überall angemeldet sein sollte. Ich selbst nutze eigentlich nur einen Dienst regelmäßig, alle anderen nur für bestimmte Zwecke wie z. B. die Teilnahme an einem MOOC (gerade dem #ExIF13).

    • Oh, bitte nicht falsch verstehen: ich finde es sehr gut, dass die Studenten selbstständig den SOOC um weitere Tools erweitert haben. Dabei ist es auch wirklich nicht von Belang, dass ob ich das gut finde. Auch nach einiger Zeit habe ich schlichtweg keinen Zugang zum IRC gefunden. Und ich kann auch damit leben, nicht alles mitzubekommen (wobei ich auch das noch sehr viel besser lernen muss ;))

      Was ich schade finde, ist die Geschlossenheit der Gruppe, die dem “Open”-Konzept widerspricht. Twitter und Blogs sind von außen einsehbar, auch wenn man keinen Account hat, weshalb wir diese Tools den Teilnehmern empfohlen haben. Der SOOC selbst lässt ich aber auch ganz ohne diese Accounts verfolgen, Beiträge für CPs hätten auch im Kommentarfeld entstehen können. Ein zweiter, wenn auch nachrangiger Punkt ist auch, dass Facebook kaum Analysetools zulässt, was für uns beim SOOC aus Forschungssicht dann eher uninteressant ist.

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