[Publikation] OPAL als MOOC-Plattform: Ein Lernmanagementsystem wird geöffnet #delfi2014

Logo DeLFI 2014Der SOOPAL-Kurs ist nun schon eine Weile abgelaufen, wir arbeiten noch an der Dokumentation. Zeit für Rückblicke: Ein LMS als MOOC-Plattform? Srsly?

Massive Open Online Courses (MOOCs), insbesondere die instruktionsorientierten xMOOCs, werden häufig auf speziell dafür entwickelten Plattformen, wie Coursera, edX oder iversity durchgeführt. Nachdem deutsche Hochschulen in den letzten Jahren in Lernmanagementsysteme (LMS) investiert haben, liegt es nahe, deren Tauglichkeit für die Realisierung der neuen offenen Lehr-/Lernformate zu testen und hierfür auszubauen. Im Beitrag werden die bisherigen Erfahrungen aus dem Projekt SOOPAL, in dessen Rahmen das hochschulübergeifende LMS OPAL als MOOC-Plattform eingesetzt wird, dargestellt. Dabei werden die Möglichkeiten und Herausforderungen, die bei der Konzeption und Erstellung des Kurses auftraten, sowie die nötigen Anpassungen des LMS beschrieben.

Wann und Wo?: Mittwoch, 17.09.2014: um 13:30 – 14:50 Uhr, HS1199 Universität Freiburg

Referenz: Lorenz, Anja; Müller, Maria; Stritzke, Kristin; Morgner, Sven (2014): OPAL als MOOC-Plattform: Ein Lernmanagementsystem wird geöffnet. In: Die e-Learning Fachtagung Informatik (DeLFI 2014), Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) Freiburg, 2014. (PDF)

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Und los geht es: SOOPAL-Auftakt am Mittwoch!

Ich hab ja schon ein wenig Bammel…

SOOPAL

Start by jakeandlindsay (CC-BY)

Am Mittwoch, den 26.03.2014 um 09:30 Uhr findet die Auftaktveranstaltung zum SOOPAL statt – natürlich offen und online auf Adobe Connect.  In dem ca. einstündigen Webinar versuchen wir alle Fragen rund um MOOCs, das Projekt, den Kursablauf, die HDS-Zertifizierung zu klären.

Sie sind zu diesem Termin verhindert? Kein Problem: Eine Aufzeichnung des Webinars und auch die Präsentationsfolien werden aber selbstverständlich auch hinterher zur Verfügung gestellt.

Hier geht es zum Adobe-Connect-Raum: https://webconf.vc.dfn.de/soopal/

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ReBlog: Mit SOOPAL in die xMOOC-Welt

[Hinweis: Der unten stehende Text wurde bereits auf der Impulswerkstatt Lehrqualität der Universität Freiburg veröffentlicht.]

In Sachsen experimentieren wir wieder. Vielleicht können sich noch einige Blog-Leser/innen an den SOOC erinnern, über den wir auch hier schon berichtet hatten. Diesem cMOOC gönnen wir nach zwei doch recht erfolgreichen Durchläufen eine Pause (das ist euphemistisch für “das Projekt und dessen Finanzierung sind zunächst abgeschlossen, weitere Durchläufe schließen wir aber nicht aus, nur erst einmal nicht jetzt”, derweil kann man aber gern in den Publikationen zum SOOC schmökern). Aber ruhiger wird es deswegen bestimmt nicht…

SOOPAL

Mit dem SOOPAL (kurz für Saxon Open Online Course in OPAL) soll in einem “Schwesterprojekt” mit leicht veränderter Besetzung nun die xMOOC-Welt erschlossen werden. Plattformen wie Coursera, edX und iversity ziehen derzeit mit Offenen Online-Kursen aus Stanford und Co. die Aufmerksamkeit auf sich, haben aber auch einigen ersten Problemen in ihrem Geschäftsmodell nicht aus dem Weg gehen können. Aber das wird schon noch.

In Sachsen versuchen wir hier auf zweierlei Wegen einen nachhaltigen Weg hin zum Angebot offener Online-Kurse zu gehen.

  1. Wir verwenden zur Umsetzung des Kurses unser hochschulübergreifendes Lernmanagementsystem (LMS) OPAL, das allen sächsischen Hochschulen zur Verfügung steht und das über die letzten Jahre hinweg gemeinsam aufgebaut wurde. Um hier einen xMOOC durchführen zu können, musste diese aber auch Lernende über die Grenzen Sachsens hinaus zugänglich sein. Das haben wir bereits umgsetzt.
  2. Um das erste Experiment mit Inhalt zu füllen, greifen wir auf Open Educational Ressources zurück. Hier nutzen wir beispielsweise Texte aus dem Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (L3T, auch hierüber gab es an dieser Stelle schon Lesestoff), aber auch Contents aus früheren sächsischen Projekten, die sich in ihrer Schublade schon jämmerlich langweilten. So wurden beispielsweise einige Videos der Webinarreihe Q2P in Absprache mit den Referenten nachlizensiert.  Continue reading

Learning Analytics und was ich mir davon verspreche

Bei den ersten Beiträgen zum Teilthema Learning Analytics des aktuellen (und letzten :'() Themenblock im SOOC1314 lese ich öfter heraus: Das scheint eine gute Idee zu sein, da auch der Lernprozess in Benotungen mit eingehen kann und nicht nur das Ergebnis der Abschlussprüfung. Dazu habe ich in den Kommentaren bereits mehrmals “ja aber” gesagt, sodass ich mich irgendwie zu einer zentralen Stellungnahme genötigt fühle. Da meine Meinung vielleicht nicht sehr kuschelpädagogisch ausgerichtet ist, tue ich das hier und nicht auf dem offiziellen SOOC1314-Blog.

Nein, ich will keine persönlichen Lernfortschritte benoten!

Den Lernprozess in die Benotung mit einbeziehen. Den persönlichen Fortschritt in den Vordergrund rücken. Das alles klingt aus Potentialbetrachtungen für Learning Analytics oft hervor. Auch einige SOOC-Teilnehmende haben darüber geschrieben. Aus Sicht der Hochschullehre muss ich (außerhalb der Softskill-Vermittlung) aber sagen: Welche persönliche Entwicklung ein Studierender genommen hat kann mir eigentlich Schnuppe sein. Ja, natürlich freue ich mich, wenn gerade anfangs schwache Studierende Fortschritte machen, aber es kommt darauf an, dass die Studierenden am Ende die Kompetenzen vorweisen können – egal wie schlecht sie vorher waren.

Ganz salopp gesagt: Nur, weil jemand vorher kein Blut sehen konnte und bei jedem Pflaster wechseln umfiel, kann ich ihm kein Arzt-Studienabschluss geben, wenn er dann wenigstens ein Zäpfchen setzen kann. Die Studienabschlüsse rufen bestimmte Vorstellungen hervor, was jemand damit können sollte. Ein Arzt sollte Krankheiten behandeln, ein Anwalt Gesetzte interpretieren und ein Lehramtler für Mathe auch Integralrechnung beherrschen. Was nützt es da, wenn ich anhand diverser Learning-Analytics-Tools sagen kann: “hey, vorher war der/die noch viel unfähiger”? Nein: Noten anhand von Learning-Analytics-Ergebnissen will ich nicht vergeben.

Aber wofür ist es dann sinnvoll?

Nicht den Lernprozess benoten: einschätzen würde ich ihn gern können. Was haben die Studierenden verstanden? Was nicht? Wo sollte ich noch einmal nachhaken? Schon in Präsenzveranstaltungen bekommt man ja wenig Feedback der Studierenden. Zeit für begleitende Evaluationen ist nicht vorhanden. Woher soll ich das also wissen? Noch schwerer ist es bei Online-Kursen, an denen die Teilnehmenden zeitunabhängig teilnehmen. Kommen sie gut voran? Haben sie Probleme mit den Inhalten? Wenn ja, mit welchen? Welche Inhalte sind gut?

modern times illustration by hikingartist (CC-BY-NC-ND)

Aber natürlich gibt es noch mehr Potentiale, gerade wenn man die Netzwerkanalyse anschaut: Wer arbeitet mit wem zusammen? Wer hilft den anderen im Forum bei Fragen? U.v.m. Lerarning Analytics ist aktuell heiß im Horizon Report 2014 platziert worden. Wir dürfen also noch einiges erwarten.

[SOOC1314] Post-Halbzeit

OMG! by Tama Leaver (CC-BY)

Tja, so kurz nach dem “Bergfest” des SOOC1314 und so kurz vor dem MOOCCamp13 prokrastiniere ich gerade durch das Lesen von SOOC-Beiträgen der Teilnehmer, “erwische” mich in Begeisterung und fühle mich zum Zwischenfazit genötigt. Ich hatte hier meine Erwartungen an den neuen Durchlauf formuliert (wagemutig, wie ich bin) und was steht da?

Wir haben mit diesem zweiten Durchlauf die Möglichkeit, die Erfahrungen aus dem SOOC13 anzuwenden und zu professionalisieren. Wir wissen, wann welcher Beitrag erscheinen muss, wir haben die Experten diesmal schon vor dem Kurs angefragt (das war tw. eine sehr kurzfristige Angelegenheit im letzten Semester), wir haben wieder kompetente HiWis…

Zwischenfazit: Check. Wir haben wöchentliche Skype-Meetings, in denen wir die Aktivitäten für die nächste Woche durchgehen. Darin sind standardmäßig Aspekte, wie “Fazit schreiben” oder “Experten briefen” enthalten. Die HiWis sind weiterhin kompetent und fit, wir haken nur ab 🙂

Auch unser StreifSOOC zeigt das deutlich: wir sind parallel zum SOOC auf einigen Konferenzen unterwegs. Das war im letzten Durchlauf undenkbar und ich hatte ein irre schlechtes Gewissen, als ich im Juli das Team für die EduLearn “allein gelassen” hatte. Heute schmeißen die HiWis währenddesssen den Laden. Toll!

Eigentlich würde ich gern das erreichen, was man bei “regulären” Präsenzkursen auch bei der Wiederholung schafft: Die nervigen formale und trockenen Aufgaben effizienter bewältigen und dafür Zeit haben, kreativ die Inhalte zu aktualisieren. Ich denke aber, dass wir im SOOC stärker noch als in der Präsenzlehre von der Zusammensetzung der Teilnehmer abhängig sind – und genau das macht es auch so spannend.

Joah, da geht glaube ich auch ganz gut. Die Badges erleichtern den Dresdner Mädels die Bewertung, die ersten Feedbacks sehen das auch positiv. Leider springen uns die Inputgeber/Zusammenfasser seitens der Teilnehmer etwas ab, aber ab und an kommen auch hier die Beiträge und wenn sie kommen, sind sie wirklich gut… wenn jetzt noch die Uni-Bürokratie naja man kann auch nicht alles schaffen…

Als der letzte SOOC13 geendet hatte, wünschte ich mir für den zweiten Durchlauf, dass ich nicht mehr versuche, alle Beiträge zu lesen. Das habe ich immer noch im Hinterkopf, denke aber fast, dass es mir nicht leicht fallen wird. Mal schauen, was über den Kursverlauf damit wird…

Nicht alle Beiträge lesen… ich habe seit vor der Online Educa in Berlin, d.h. seit einer Woche kaum Blogposts gelesen. Das krasse:

Screenshot von Feedly nach einer Woche Nichtlesen

Screenshot von Feedly nach einer Woche Nichtlesen

(und dabei habe ich schon eine Hand voll Artikel wieder gelesen, ehe ich auf die Idee gekommen war, den Screenshot zu machen.) Und ich WILL die eigentlich auch lesen. Und ich schaue jetzt nachts die Aufzeichnung des ExpertenTalks mit @gibro, bei dem ich leider nicht online sein konnte. Ist es jetzt mein Problem, oder das der anderen Lehrveranstaltungen, die mich nicht so einnehmen? Dazu muss ich sagen: 40+ Beiträge schrecken mich nicht ab ^^.

Na gut, dann pack ich mal meine Sachen für die nächste Station des StreifSOOC: Wir fahren zum MOOCCamp nach Frankfurt!

Logo MOOCCamp13

Nächste Woche startet die Online-Phase im SOOC1314

Die erste Session fand schon on- und offline statt, in der wir Aufbau und Hintergrund des SOOC1314 erklärt haben und mit den Teilnehmenden erste Gedanken, vor allem aber auch Bedenken diskutiert haben. Natürlich gibt es auch eine Aufzeichnung und die Slides der Online-Session, denn

… und nun werde ich doch ein wenig hibbelig. Die ersten Blogposts trudeln über den Blogaggregator ein, die frischen Twitter-Accounts versenden erste Tweets mit dem Hashtag #sooc1314: Der Saxon/Siegener/Weltweit Open Online Course geht in die nächste Runde.

Und schon geht es los…

Die Neugier der Teilnehmenden ist geweckt und schon stellen sie knifflige Fragen:

Ich habe es versucht, aber zufrieden bin ich damit nicht:

Was würdet Ihr antworten? Gibt es vielleicht da schon tolle Erklärungen? Hat die Sendung mit der Maus hier noch Handlungsbedarf?

Weiterhin Anmeldungen möglich

Auch nach dem Start des SOOC1314 wird die Anmeldung und Teilnahme an der Veranstaltung möglich sein. Was hat man von einer Anmeldung? Erinnerungen an die Expertenvorträge, Links zu den Evaluationen und weitere aktuelle Informationen.s!

Bereits jetzt sind über 100 Teilnehmende dabei – join the club!

Showtime (cc) von Martin Fisch (CC-BY-SA)