Hier passiert nichts Neues, dieses Blog zieht um.

Endlich eigener Webspace. Daher bin ich nun auch mit diesem Blog umgezogen. Wer weiter etwas von mir lesen möchte, findet unter http://secret-cow-level.de/wordpress/ mein neues Blog.

Based on A Cow by b3d_ (CC BY 2.0)

Based on A Cow by b3d_ (CC BY 2.0)

Dort ist noch nicht alles so, wie es sein soll, aber es wird so nach und nach. Das Theme im Fat-Media-Design erfordert einfach noch ein paar Anpassungen, außerdem wollte ich noch einige nette Plugins ausprobieren… Always beta.

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Mal nicht Edu: Barcamp Myblögchen

Gute Ideen findet man nicht selten an ungewöhnlichen Orten. Die Postkarte zum #myblögchen fand ich im Toilettenvorraum vom Buschfunk und sie traf gleich drei meiner Vorlieben:

  1. Barcamps (wobei ich bisher nur auf Educamps war),
  2. Weblogs und
  3. Wortspiele (jetzt mal ehrlich: ich kenne deutschlandweit kein Barcamp mit tollerem Titel, Gegegnbeispiele gern als Kommentar).

Noch dazu fand es in Chemnitz statt. Nach einer sehr kurzfristigen Anmeldung saß ich also Samstag um 10 Uhr zwischen anderen Bloggern und solchen, die es werden wollen. Mit etwas Verspätung ging es dann in die Session-Planung. Zum Inhalt: Sketchnotes (zum Vergrößern anklicken) 🙂

Ich weiß (nicht erst durch die SEO-Session, dass Bilder natürlich nicht so “sexy” sind, wie Text, aber für eine ausführliche Session-Zusammenfassung fehlt mir schlichtweg die Zeit. So What, daher in jeweils einem Satz mit möglichst aussagekräftigen Begriffen:

  1. Rechtliche Aspekte: Ich bin ja ein wenig “Fanboy/-girl” von Prof. Gramlich und hätte ihm ewig zuhören können, gerade weil er die Beispiele kennt, nach denen ich frage und (bei ihm irgendwie sympatischerweise) keine digitalen Medien verwendet. (der lange Satz reicht dennoch nicht aus).
  2. Textgestaltung: Text müssen sexy sein und es ist schwer (aber mit den richtigen Methoden nicht unmöglich), sich vom eigenen Wortschatz zu lösen UND (hier bemerkt der aufmerksame Leser, dass ein Satz nicht ausreicht − die Autorin hat es zumindest bemerkt) es gibt auch nichtkommerziell Blogger, denen es sehr darauf ankommt, dass Texte komplett gelesen werden, statt das Schreiben in den Vordergrund zu stellen.
  3. Layout und Technik: Lässt sich weder in 1h Session noch in einem Satz erläutern, dennoch wird es versucht und wer nicht fragt bleibt dumm.
  4. SEO und Social Media: Es ist gut zu wissen, was einen Blog im Google Ranking nach oben zu bringen, damit man es nicht krampfhaft anwenden muss UND Sharing is Caring.
  5. Videos in Blogs: Ich habe Spiegelreflexkameras zur Videoaufnahme unterschätzt und House M.D. hat diesen Fehler nicht begangen.

Ein Barcamp ist kein Barcamp ist kein Barcamp

Ein Grund für mich, zum myblögchen zu gehen, war die Gelegenheit, neben den Educamps mal ein anderes Barcamp kennen zu lernen. Lob zuerst: Auch hier waren die Grundbedürfnisse (Strom, WLAN, Kaffee) befriedigt worden. Mit dem “das schmeckt sehr gut, obwohl es vegan ist”-Prinzip schienen auch alle satt und zufrieden zu sein. Die größere Teilgeberzahl von Educamps und die damit verbundene stärker notwendige Struktur in der Organisation bringt mich dennoch auf ein paar Verbesserungsvorschlägen (= Kritikpunkte konstruktiv formuliert):

  • Es fängt an, wenn es im Zeitplan steht. Auch wenn das spießig deutsch klingt: Die halbe Stunde Verzögerung des Beginns haben wir kaum wieder reinbekommen.
  • Es gibt eine Vorstellungsrunde. Bei den Educamps stellt sich jeder mit Namen, optional Twitternamen und drei Hashtags vor. 120 Teilgeber in 20 Minuten sind dort kein Problem aber wichtig.
  • Der Themen- und Zeitplan wird nicht demokratisch erstellt, denn man kann es nie allen recht machen, insb. bei parallelen Sessions. Methode bei Educamps: Alle, die eine Session ankündigen wollen, kommen nach vorn und tun das. Durch Handzeichen wird angezeigt, ob es sich überhaupt um eine interessante Session handeln könnte. Das Thema wird von den Teilgebern und der Orga-Assistenz in den Session-Plan eingeordnet, weiteres Mitspracherecht gibt es nicht.
  • Dokumentation wird angeregt. Ich fand es sehr beeindruckend, dass Marcus die Sessions nebenbei allein dokumentierte und verbloggte. Aber warum? Gemeinsame Doku per Etherpad oder GDocs FTW!

Was bleibt? Das zarte Pflänzchen sprießt

Auch mein zweites Fazit fällt ähnlich aus: Ich hätte nie ein solchen Interesse in Chemnitz an diesem Format und Thema vermutet. Die Bandbreite der Teilgeber war enorm: von Foodblogs über Apps bis hin zu satirischen Texten hat sich mein Feedreader erweitert (wobei sich zeigen wird, was sich über die Zeit hält). Die Fragestellungen waren weit gefächert, sodass ich neben Antworten auch weitere Fragen für mich mitgenommen habe, über die ich mir vorher noch keine Gedanken gemacht hatte.

Da ich leider zum Abschlussessen und -reden nicht mehr dabei war: Gab es hier Ideen/Ansätze/Vorhabensimpulse, die Vernetzung der Blogs in Chemnitz zu fördern?

Ich gehe mal davon aus, dass einige das MyBlögchen noch verbloggen werden, vielleicht ist die Antwort da auch dabei.

Warum hier gerade nix passiert…

Sep2011 200 von Stefan Kloo (CC-BY)

Ich habe diesem Blog als Selbstversuch begonnen – weil ich wissen wollte, wie so etwas im Live-Einsatz aussieht und für solche Sachen wie #opco11 fand ich ihn tw. wirklich praktisch. Mittlerweile glaube ich aber, dass das hier irgendwie nicht mein Heimatmedium ist. Dabei finde ich Blogs durchaus sinnvoll, nur habe ich festgestellt, dass sie für mich nur themengebunden funktionieren. Mit Christian Schieder schreibe ich kleine und größere Gedanken zu Social Media Transformation und für unseren Verein ist es die ideale Lösung um Mitglieder, Turnierteilnehmer und alle anderen über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten (wir werden demnächst mit der kompletten Seite auf eine WordPress-Installation umziehen).

Aber für mich funktioniert dieser “Anjas Blog” irgendwie nicht. Wenn ich etwas schreibe, dann doch immer in einem bestimmten Kontext, sei es nun Forschung oder Verein. Für diese habe ich aber andere Kanäle gefunden, wie eben die Blogs oder Twitter. Zugegeben: der #opco11 hat hier eine kleine Ausnahme gebildet, aber mit meinem Einstieg in Google+ denke ich, dass sich auch hier für längere Reflektionen ein anderer Weg finden wird.

Ich werde diesen Blog trotzdem erst einmal weiter behalten, vielleicht findet sich mal wieder eine solche “Lücke”. Vielleicht kann sie mir auch jemand zeigen. Nutzt Ihr Blogs, ohne dass Ihr ein bestimmtes Thema daran heftet?

“If there’s one thing I never want to see again in an e-learning module, it’s…”

Durch den Weiterbildungsblog von Jochen Robes bin ich auf einen Eintrag auf Kineo aufmerksam geworden: Eine Sammlung von Antworten auf die Frage “If there’s one thing I never want to see again in an e-learning module, it’s…”. Die Liste der Antworten ist lang und lässt mich oft nicken: Ja, richtig, genau so ist es. Andererseits schüttle ich auch ab und zu mit dem Kopf und höre ich mich “ja, aber…” sagen. Hier ein paar Beispiele:

If there’s one thing I never want to see again in an e-learning module, it’s… […]
11. 10 pages of text and image, text and image, text and image…..sighhh….
12. Text on the left, image on the right. Text on the left image on the right. Text on the left, image on the right. Multiple choice question. Repeat to fade…….

Ja, aber das ist leider oft genau das, was Kunden wollen bezahlen. Abwechslungsreiche Templates gern, aber nur, wenn die nichts extra kosten…

If there’s one thing I never want to see again in an e-learning module, it’s… […]
41. Copy and paste video found on the internet – if it’s not made specifically for the audience then forget it unless it is very very very good. Same goes for graphics (they are meant to act as either a recall aid, simplify a complex process or be a graphical representation of the key concept of text…. not to simply fill the space)

Ja, aber ist das ein Grund, alles selbst machen zu müssen? Das Web ist doch voll von tollen kreativen User Generated Content. So viel, dass das Weiterleiten davon in Sozialen Netzwerken zum Selbstläufer geworden ist.

If there’s one thing I never want to see again in an e-learning module, it’s… […]
1. How to use the e-learning module!
9. Click next to continue…

Ja, aber man muss in manchen Fällen auch die Medienerfahrung der Nutzer berücksichtigen. Wenn Kunden sich am Telefon erklären lassen, wo denn der (eine!) Knopf am iPad zu finden ist, dann brauchen Sie vielleicht auch Hilfe, interaktive Spielereien zu entdecken.

If there’s one thing I never want to see again in an e-learning module, it’s… […]
3. By the end of this module you will have learned the following….”
Really? Well by the end of this screen I’m so mad at your presumptuousness I am going to try really hard not to learn anything.

Ja, aber wird genau das nicht immer wieder gefordert? Klären Sie Ihre Lerner über die Lernziele des Kurses auf, sagen Sie ihnen, was sie erwarten können und wofür sie das später mal brauchen… Wie oft hört man von Studenten “Das brauchen wir doch eh nie wieder” und die Lernmotivation ist hin. Dass diese Hinweise oft im gleichen Singsang beschrieben werden steht auf einem anderen Blatt, aber meiner Meinung nach darf das deswegen doch nicht vernachlässigt werden.

Mein Fazit: Solche Übersichten sind unterhaltsam und bestimmt auch geeignet dazu, seinen Ärger über stupide Kurse rauszulassen. Man darf aber auch nicht diejenigen vergessen, denen derartige Kurse nicht immer wieder begegnen, sondern für die das alles neu ist. Aber das hat auch eine/r der Antwortenden angemerkt:

19. You know, I’m am with you on the instructions and the things we all know. But the other day, I was doing a training, and I had a student who had no idea what the address bar on a browser did. Yes, I was as flummoxed and flabberghasted as you are now, lol. But, what that DID teach me was to not assume what people do and don’t know. I think sometimes, because we are all INSIDE the development fence a lot and see certain things over and over, it grates our sensibilities. Of course, that doesn’t mean that there isn’t good elearning and baaa-aaa-aaaadd elearning.

Die Lösung liegt wie so oft in der Personalisierung: Man könnte nervende Navigationshinweise für diejenigen weglassen, die auch so damit zurechtkommen. Doch wer hat schon Lust, zuerst einen Fragebogen auszufüllen, auf welche dieser Hinweise er gerne verzichtet… ?

Und wer baut (und bezahlt) die Kurse… ?

Aber eine nette Idee…

Topicmarks: Was will uns der Autor damit sagen

Auf den Seiten von Netzwertig bin ich auf Topicmarks aufmerksam geworden, das englischsprachige Texte automatisiert zusammenfasst:

[…] “Text Knode” – so heißen bei Topicmarks die Zusammenfassungen von Texten.

Jeder Text Knode besteht aus verschiedenen Elementen: Einer listenförmigen Übersicht der im Text erwähnten Fakten, einer kompakten Zusammenfassung in mehreren Absätzen, einer Aufschlüsselung der wichtigsten Stichwörter in Tagcloud- und Indexform sowie aus Meta-Informationen zum Text.

Martin Weigert, Autor von Netzwertig, kommt dabei zu folgendem Urteil:

Ich habe einige Texte mit Topicmarks getestet, die Resultate variierten dabei von brauchbar bis unbrauchbar. Insgesamt kann ich mir aber gut vorstellen, mit Topicmarks die Kernpunkte aus Texten zu extrahieren, die ich nicht vollständig lesen möchte und bei denen es auch nicht so schlimm ist, wenn ich die ein oder andere Passage verpasse.

Ich habe den Dienst erst einmal in meine ReadLater-Liste gepackt, aber etwas unheimlich ist die Vorstellung schon. Einerseits könnte es eine gute Methode zur Beherrschung der Informationsflut sein, quasi als automatisiertes Überfliegen der Texte. Auf der anderen Seite entgeht dem Leser auch das Lesen. Wenn man nur die blanken Fakten haben möchte, findet man die doch häufig woanders viel effizienter (zumindest bei journalistischen Texten). Die Formulierungen und Argumentationen sind es oft, die einen Text interessant machen. Nicht selten komme ich nach dem Lesen eines Textes auch zu dem Schluss: Gut geschrieben, wenn auch nichts Neues – und das ist oft auch nicht schlimm.

Wir werden wohl etwas abwarten müssen, in welche Richtung sich das ganze entwickelt. Auch, wenn das Tool jetzt noch seine Macken zu haben scheint, glaube ich schon, dass es prinzipiell möglich ist, Texte automatisiert semantisch auszuwerten und diese Inhalte dann zusammenzufassen. Was ich noch nicht weiß ist, wie wir und ich selbst damit umgehen würden und sollten. Schließlich mussten unsere Eltern oft auch noch die Bücher in der Schule wirklich lesen und hatten keine Zusammenfassungen von Wikipedia oder in Filmen.

Würde der Zeitgewinn uns hier auch dazu übergehen lassen, nur noch die Zusammenfassungen zu lesen? Und sterben dann die Texte aus? Ich hoffe nicht.

Wacker, Wacker, Wikipedia!

Das Online-Lexikon Wikipedia wird 10 Jahre alt. Zweifellos ist es eines der bedeutendsten Internetprojekte des Mitmachwebs, wenn nicht sogar DER Wegbereiter für das Web 2.0 schlechthin. Die Zeit, Basic Thinking und viele andere gratulieren – da will ich natürlich nicht fehlen: Danke für schnelle Antworten und vor allem danke für die neuen Fragen, die man früher nicht weiter verfolgt hätte, weil man ohnehin ewig braucht, bis man eine Antwort hat.

Natürlich ist Wikipedia zur wissenschaftlichen Antwortsuche höchstens ein Startpunkt zum Suchen nach verlässlichen Quellen, das weiß sogar Wikipedia:

Wikipedia eingeschränkt zitieren: In wissenschaftlichen Arbeiten sollte auf das Zitieren von Wikipedia-Artikeln nach Möglichkeit verzichtet werden, da keine Garantie für den Inhalt gegeben werden kann.” (Quelle: Wikipedia-Artikel: Zitieren von Internetquellen, Stand 14.01.2011)

Aber wer hat schon die Zeit, immer nach wissenschaftliche Antworten zu suchen – und wer will das überhaupt? 😉