Powerpoint-Karaoke @KOOK15

Nun bin ich schon fast 3 Monate an der FH Lübeck (wenn man sich das mal überlegt, das ist schon ein viertel Jahr!) und weil ein Jahreswechsel dazwischen lag durfte ich bereits in dieser meiner Startzeit ein Jahres-Kick-Off miterleben – und mitgestalten.

tl;dr

Scrollt einfach nach unten, da findet Ihr die Folien zum Powerpoint-Karaoke (ganz unten als Links, dazwischen ist “nur” das Tutorial). Das ganze natürlich unter CC-BY-SA-Lizenz. Wir wollen doch die Welt ein wenig besser machen.

Kick-Off Online-Kurs 2015 (#KOOK15): Flipped Conference

Die Informationen zu erreichten Zielen 2014 und angestrebten Ergebnissen 2015 wurden im “Flipped Conference“-Format vermittelt: Jeder Institutsbereich hatte in kurzen und sehr abwechslungsreichen Videos diese Daten untergebracht (wir hatten glaube ich um die 7 Tools gezählt, die zur Videoerstellung eingesetzt wurden) und so war zum Kick-Off selbst viel Freiraum für interaktive Formate. Und was haben wir gemacht? BarCamp und Powerpoint-Karaoke \m/

Obwohl nur ein kleiner Teil der Kollegen zuvor an einem BarCamp teilgenommen hatte, wurden tolle Themen in der Sessionplanung vorgeschlagen: vom berufsbegleitenden Studieren, Logo-Vorstellung für unsere neue MOOC-Plattform mooin, NFC, über Rückenschule, Freizeitgestaltung der Kollegen bis hin zu Visionen über das Lernen und Lehren 4.0 oder Lübeck für Neulinge.

Mit Powerpoint-Karaoke sollte zum informellen Teil des Abends übergeleitet werden. Und da ich das schon einmal gemacht hatte, war ich sofort zum Experten erkoren und na klar war ich bereit, hier entsprechend etwas vorzubereiten. In einer Montagsbildung davor habe ich versucht, die wichtigsten Punkte dazu rüber zu bringen – natürlich auch in Form einer PPT-Karaoke.

 

Powerpoint-Karaoke Slides

Bei der Vorbereitung habe ich vor allem Fotos von Flickr verwendet (alle bis auf eins, das stammt aus meiner eigenen Sammlung). Die Themen sind natürlich ganz zufällig mit gewissen Grundfragen von oncampus verbunden 🙂 Was ich hier leider nicht dokumentieren kann: die grandiose Umsetzung der Kollegen! Da hatten einige ganz grandiose rhetorische Keulen hervorgeholt, gemeinsam präsentiert und abstruse Zwischenfragen gestellt – obwohl ich nicht “mitspielen” durfte, habe ich mich sehr amüsiert.

Da ich dabei auf die CC-Lizensierung geachtet habe, kann ich die Slides unter CC BY-SA bereit stellen. Viel Spaß damit!

[Workshop] Offen für alle! OER und MOOCs als Weiterbildungstrends #q2p

Logo Q2PAls Abschluss meiner “Conference Summer Tour 2014 – 3 Konferenzen in 7 Tagen” (#oerde14, #delfi2014 und #q2p) schaue ich noch im benachbarten Dresden vorbei. Offenheit und Hochschulen passt zwar ideell gut zusammen, in der Realität aber nur selten… AUßERDEM moderiere ich dort das Micro-Barcamp

Aktuell kann kaum bezweifelt werden, dass MOOCs (Massive Open Online Courses) oder OERs (Open Educational Resources) zu den vielversprechenden Trends im E-Learning gehören. Fast täglich erscheinen Berichte über MOOCs in wissenschaftlichen Veröffentlichungen oder in traditionellen Massenmedien. Nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen (z.B. der Stifterverband der deutschen Wissenschaft oder die OECD) sprechen sich öffentlich und mit deutlicher Vehemenz für MOOCs aus. Etablierte Wirtschaftsunternehmen wie die Deutsche Telekom AG bringen sich in Stellung, um am Erfolg von MOOCs teilzuhaben. Die großen amerikanischen Anbieter von MOOC-Plattformen haben Risikokapital in zweistelliger Millionenhöhe eingeworben, um ihre Angebotspalette und Zielgruppe zu erweitern. Was jedoch steckt hinter dem Hype? Welche Ideen werden damit verfolgt? Wie können MOOCs und/oder OER im Hochschulbetrieb eingesetzt werden? Welche Vorteile ergeben sich insbesondere für den Bereich des Lebenslangen Lernens? Diese und andere Fragen werden innerhalb des Workshops thematisiert.

Wann und wo?: Freitag, 19.09.2014 um 12:45 14:30 Uhr, DIU Dresden International University

Referenz: Fischer, Helge; Lorenz, Anja; Franken, Oliver (2014): Offen für alle! OER und MOOCs als Weiterbildungstrends. In: Workshop auf dem Q2P-Forum “Visionen für die digitale Weiterbildung”, Medienzentrum Dresden, 2014.

Mal nicht Edu: Barcamp Myblögchen

Gute Ideen findet man nicht selten an ungewöhnlichen Orten. Die Postkarte zum #myblögchen fand ich im Toilettenvorraum vom Buschfunk und sie traf gleich drei meiner Vorlieben:

  1. Barcamps (wobei ich bisher nur auf Educamps war),
  2. Weblogs und
  3. Wortspiele (jetzt mal ehrlich: ich kenne deutschlandweit kein Barcamp mit tollerem Titel, Gegegnbeispiele gern als Kommentar).

Noch dazu fand es in Chemnitz statt. Nach einer sehr kurzfristigen Anmeldung saß ich also Samstag um 10 Uhr zwischen anderen Bloggern und solchen, die es werden wollen. Mit etwas Verspätung ging es dann in die Session-Planung. Zum Inhalt: Sketchnotes (zum Vergrößern anklicken) 🙂

Ich weiß (nicht erst durch die SEO-Session, dass Bilder natürlich nicht so “sexy” sind, wie Text, aber für eine ausführliche Session-Zusammenfassung fehlt mir schlichtweg die Zeit. So What, daher in jeweils einem Satz mit möglichst aussagekräftigen Begriffen:

  1. Rechtliche Aspekte: Ich bin ja ein wenig “Fanboy/-girl” von Prof. Gramlich und hätte ihm ewig zuhören können, gerade weil er die Beispiele kennt, nach denen ich frage und (bei ihm irgendwie sympatischerweise) keine digitalen Medien verwendet. (der lange Satz reicht dennoch nicht aus).
  2. Textgestaltung: Text müssen sexy sein und es ist schwer (aber mit den richtigen Methoden nicht unmöglich), sich vom eigenen Wortschatz zu lösen UND (hier bemerkt der aufmerksame Leser, dass ein Satz nicht ausreicht − die Autorin hat es zumindest bemerkt) es gibt auch nichtkommerziell Blogger, denen es sehr darauf ankommt, dass Texte komplett gelesen werden, statt das Schreiben in den Vordergrund zu stellen.
  3. Layout und Technik: Lässt sich weder in 1h Session noch in einem Satz erläutern, dennoch wird es versucht und wer nicht fragt bleibt dumm.
  4. SEO und Social Media: Es ist gut zu wissen, was einen Blog im Google Ranking nach oben zu bringen, damit man es nicht krampfhaft anwenden muss UND Sharing is Caring.
  5. Videos in Blogs: Ich habe Spiegelreflexkameras zur Videoaufnahme unterschätzt und House M.D. hat diesen Fehler nicht begangen.

Ein Barcamp ist kein Barcamp ist kein Barcamp

Ein Grund für mich, zum myblögchen zu gehen, war die Gelegenheit, neben den Educamps mal ein anderes Barcamp kennen zu lernen. Lob zuerst: Auch hier waren die Grundbedürfnisse (Strom, WLAN, Kaffee) befriedigt worden. Mit dem “das schmeckt sehr gut, obwohl es vegan ist”-Prinzip schienen auch alle satt und zufrieden zu sein. Die größere Teilgeberzahl von Educamps und die damit verbundene stärker notwendige Struktur in der Organisation bringt mich dennoch auf ein paar Verbesserungsvorschlägen (= Kritikpunkte konstruktiv formuliert):

  • Es fängt an, wenn es im Zeitplan steht. Auch wenn das spießig deutsch klingt: Die halbe Stunde Verzögerung des Beginns haben wir kaum wieder reinbekommen.
  • Es gibt eine Vorstellungsrunde. Bei den Educamps stellt sich jeder mit Namen, optional Twitternamen und drei Hashtags vor. 120 Teilgeber in 20 Minuten sind dort kein Problem aber wichtig.
  • Der Themen- und Zeitplan wird nicht demokratisch erstellt, denn man kann es nie allen recht machen, insb. bei parallelen Sessions. Methode bei Educamps: Alle, die eine Session ankündigen wollen, kommen nach vorn und tun das. Durch Handzeichen wird angezeigt, ob es sich überhaupt um eine interessante Session handeln könnte. Das Thema wird von den Teilgebern und der Orga-Assistenz in den Session-Plan eingeordnet, weiteres Mitspracherecht gibt es nicht.
  • Dokumentation wird angeregt. Ich fand es sehr beeindruckend, dass Marcus die Sessions nebenbei allein dokumentierte und verbloggte. Aber warum? Gemeinsame Doku per Etherpad oder GDocs FTW!

Was bleibt? Das zarte Pflänzchen sprießt

Auch mein zweites Fazit fällt ähnlich aus: Ich hätte nie ein solchen Interesse in Chemnitz an diesem Format und Thema vermutet. Die Bandbreite der Teilgeber war enorm: von Foodblogs über Apps bis hin zu satirischen Texten hat sich mein Feedreader erweitert (wobei sich zeigen wird, was sich über die Zeit hält). Die Fragestellungen waren weit gefächert, sodass ich neben Antworten auch weitere Fragen für mich mitgenommen habe, über die ich mir vorher noch keine Gedanken gemacht hatte.

Da ich leider zum Abschlussessen und -reden nicht mehr dabei war: Gab es hier Ideen/Ansätze/Vorhabensimpulse, die Vernetzung der Blogs in Chemnitz zu fördern?

Ich gehe mal davon aus, dass einige das MyBlögchen noch verbloggen werden, vielleicht ist die Antwort da auch dabei.

[SOOC1314] Post-Halbzeit

OMG! by Tama Leaver (CC-BY)

Tja, so kurz nach dem “Bergfest” des SOOC1314 und so kurz vor dem MOOCCamp13 prokrastiniere ich gerade durch das Lesen von SOOC-Beiträgen der Teilnehmer, “erwische” mich in Begeisterung und fühle mich zum Zwischenfazit genötigt. Ich hatte hier meine Erwartungen an den neuen Durchlauf formuliert (wagemutig, wie ich bin) und was steht da?

Wir haben mit diesem zweiten Durchlauf die Möglichkeit, die Erfahrungen aus dem SOOC13 anzuwenden und zu professionalisieren. Wir wissen, wann welcher Beitrag erscheinen muss, wir haben die Experten diesmal schon vor dem Kurs angefragt (das war tw. eine sehr kurzfristige Angelegenheit im letzten Semester), wir haben wieder kompetente HiWis…

Zwischenfazit: Check. Wir haben wöchentliche Skype-Meetings, in denen wir die Aktivitäten für die nächste Woche durchgehen. Darin sind standardmäßig Aspekte, wie “Fazit schreiben” oder “Experten briefen” enthalten. Die HiWis sind weiterhin kompetent und fit, wir haken nur ab 🙂

Auch unser StreifSOOC zeigt das deutlich: wir sind parallel zum SOOC auf einigen Konferenzen unterwegs. Das war im letzten Durchlauf undenkbar und ich hatte ein irre schlechtes Gewissen, als ich im Juli das Team für die EduLearn “allein gelassen” hatte. Heute schmeißen die HiWis währenddesssen den Laden. Toll!

Eigentlich würde ich gern das erreichen, was man bei “regulären” Präsenzkursen auch bei der Wiederholung schafft: Die nervigen formale und trockenen Aufgaben effizienter bewältigen und dafür Zeit haben, kreativ die Inhalte zu aktualisieren. Ich denke aber, dass wir im SOOC stärker noch als in der Präsenzlehre von der Zusammensetzung der Teilnehmer abhängig sind – und genau das macht es auch so spannend.

Joah, da geht glaube ich auch ganz gut. Die Badges erleichtern den Dresdner Mädels die Bewertung, die ersten Feedbacks sehen das auch positiv. Leider springen uns die Inputgeber/Zusammenfasser seitens der Teilnehmer etwas ab, aber ab und an kommen auch hier die Beiträge und wenn sie kommen, sind sie wirklich gut… wenn jetzt noch die Uni-Bürokratie naja man kann auch nicht alles schaffen…

Als der letzte SOOC13 geendet hatte, wünschte ich mir für den zweiten Durchlauf, dass ich nicht mehr versuche, alle Beiträge zu lesen. Das habe ich immer noch im Hinterkopf, denke aber fast, dass es mir nicht leicht fallen wird. Mal schauen, was über den Kursverlauf damit wird…

Nicht alle Beiträge lesen… ich habe seit vor der Online Educa in Berlin, d.h. seit einer Woche kaum Blogposts gelesen. Das krasse:

Screenshot von Feedly nach einer Woche Nichtlesen

Screenshot von Feedly nach einer Woche Nichtlesen

(und dabei habe ich schon eine Hand voll Artikel wieder gelesen, ehe ich auf die Idee gekommen war, den Screenshot zu machen.) Und ich WILL die eigentlich auch lesen. Und ich schaue jetzt nachts die Aufzeichnung des ExpertenTalks mit @gibro, bei dem ich leider nicht online sein konnte. Ist es jetzt mein Problem, oder das der anderen Lehrveranstaltungen, die mich nicht so einnehmen? Dazu muss ich sagen: 40+ Beiträge schrecken mich nicht ab ^^.

Na gut, dann pack ich mal meine Sachen für die nächste Station des StreifSOOC: Wir fahren zum MOOCCamp nach Frankfurt!

Logo MOOCCamp13

“L3T 2.0” oder “Wie soll ich nur traditionelle Publikationen je wieder ernst nehmen?”

tl;dr

L3T 2.0 in 7 Tagen: Check!

Rückblick

Ich habe gerade meinen Blogpost zur Veröffentlichung von L3T 1.0 wiedergefunden (Link) und musste etwas schmunzeln:

“[…] Martin und Sandra haben wirklich ein Wunder vollbracht, nicht nur was die Organisation der Kapitelverteilung und -gutachten angeht (116 Autoren, 80 Gutachter), sondern auch wenn man die kurze Zeitspanne betrachtet, in der das Buch fertig gestellt wurde: In nicht einmal einem Jahr wurden 48 Kapitel erstellt, begutachtet, gelayoutet und “ganz nebenbei” noch Videos, Bookmarklisten und sogar iPhone und iPad-Apps erstellt (Android folgt). Daber wurde die gesamte Bandbreite des Social Webs genutzt (FacebookTwitterVodpodFlickrSlideshareCiteULikeMister Wong). Auf der Learntec wurde mit einer sehr hübschen Prezi-Präsentation von der kurzen “Geschichte” des Buches berichtet und es war auch schön, einige Autoren dort zu treffen. Parallel lief ein Online-Flashmob. […] “

“nicht einmal ei[n] Jahr”…

Nachdem ich in den letzten zwei Tagen versucht habe, ein wenig aufzuholen und die nächste Woche vorzubereiten, habe ich diese vielen tollen Beiträge gelesen, in denen das Go-Live der zweiten Auflage von L3T berichtet wird – und einen eigenen ganz vergessen (banghead) ← ich vermisse Skype-Smileys für Blogs.

Die Veröffentlichung

… war etwas ganz besonderes, wie damals zur ersten Ausgabe. Dieses Mal gab es eine Pressekonferenz, bei der auch von Camp zu Camp geschalten wurde (und ich weiß immer noch nicht, was an einer nicht-standhaften WebCam so besonders ist… andere bekommen da Oscars für 😉 ).

L3T 2.0 – Abschlusspräsentation / -pressekonferenz von Martin Ebner (CC-BY)

Funfact: Obwohl meine Kolleg/inn/en von dem Projekt wussten, haben sie mich tw. hinterher trotzdem gefragt, wann das denn jetzt herauskommt 😀

L3T 2.0 in Zahlen

Dann vergleichen wir das Ganze mal…

1. Ausgabe 2. Ausgabe Vergleich
Kapitelanzahl 48 59 +11 (+23%)
Seitenzahl* 452 592 +140 (+31%)
Autor/inn/enzahl 115 140 +25 (+22%)
Gesamtmitwirkende über 200 268
Preis* (Farbe, Hardcover) 129 € 199 € +70€ (+54%)

*Bei den Seitenzahlen wurde auf die Print-Version von ePubli zurückgegriffen, beim Preis die jeweiligen Ausgaben bei BoD und ePubli verglichen

Ich habe gerade überlegt, ob ich die letzte Zeile wieder löschen soll, aber ich hatte die Verzerrung übersehen: 54% Preissteigerung dafür, dass 131% des Buches überarbeitet wurden (gemessen an den Seitenzahlen) halte ich für ziemlich fair. Klar, 199€ sind ein Batzen Geld, aber (und das bleibt das Beste an L3T): Alle Kapitel stehen OpenAccess unter CC-BY-SA-Lizenz und sind aktuell als PDF (geplant sind noch HTML und ePub) kostenfrei downloadbar – und wurden bis jetzt auch schon über 3000mal heruntergeladen. Außerdem kann das Buch auszugsweise bestellt werden, d. h. man lässt sich nur die Kapitel binden, die man haben möchte.

Und ich so?

Anstoßen in Chemnitz

… ich hatte im Projekt L3T 2.0 mehrere Rollen: Ich war Camp-Leiterin in Chemnitz, habe Reviews koordiniert und selbst einen Artikel gereviewt (schließlich musste ich wissen, was die Reviewer erwartet), gelayoutet, mir von Ute erklären lassen, wie sie L3T in die Fachdatenbanken einbringen kann, mit ihr zusammen überlegt, wie sich L3T mit den Regularien der VG Wort zusammenbringen lässt, mit Tracy zusammen die schräge Online-Stunde veranstaltet und… Kuchen “gebacken”.

Kalter Hund, L3T-Style

Achja, und unsere beiden Artikel überarbeitet (Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass nur kleine Teile geändert wurden, waren eben schon gute Beiträge ^^):

Ganz nebenbei habe ich von den Bibliotheksmitarbeiter/inne/n eine Menge gelernt. Die machen nämlich noch sehr viel mehr, als Bücher auszuleihen und mir zu schreiben, dass ich jetzt mal wieder eins abgeben muss (Universitätsverlag, OpenAccess-Support, OJS-Bereitstellung, Qucosa…). Ich hoffe, dass ich mit den tollen Mitarbeitern dort noch lange in Kontakt bleiben werde.

Und jetzt?

Ich gewöhne mich wieder ein wenig dran, nicht mehr bei der Arbeit beobachtet zu werden (während der Camps konnte man uns per stehender Videokonferenz zuschauen), normal zu schlafen (das klappte noch nie sehr gut) und zu essen (t.b.d.). Aber ich muss das auch: Die GMW13 steht an, bei der wir mit einem Workshop “#SOOC13 Stationen eines MOOC: Kofferpacken für Massive Open Online Courses” und einem Vortrag “(Wissens-)Kooperation und Social Media in Forschung und Lehre” aus dem eScience-Netzwerk vertreten sind. Außerdem bietet es sich ja geradezu an, im EduCamp ein L3T-Klassentreffen zu veranstalten und allen Interessierten davon zu berichten (hier geht es im Etherpad schon mit dem Brainstorming los). Außerdem schaue ich vielleicht mal bei den Bildungsäpplern vorbei… aber das ist alles erst (und nur) nächste Woche…

Ein neues Spezial-BarCamp wird geboren: Das StadtCamp

Das erste mal ein BarCamp zu besuchen ist für viele ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Steffen Peschel hat heute in seiner Blogparade dazu aufgerufen, über sein “erstes Mal” auf einem BarCamp zu berichten. Ich hatte ihm einige Beispiele aus den EduCamps weitergegeben und dabei bemerkt, dass vielleicht gar nicht so viele Beiträge für die Blogparade entstehen könnten – schlichtweg weil es sie schon gibt. Eine ganze Reihe an EduCampern hat über den ersten EduCamp-Besuch gebloggt, auch ich. Aber auch auf den EduCamps gibt es einen erstaunlich großen Anteil an “Newbies”, um die sich mit Erklärungsvideos und eigenen Einstiegssessions auch aufmerksam gekümmert wird. Und so kommen nach jedem EduCamp neue Berichte vom ersten EduCamp hinzu (Beispiele vom #echh13: 1, 2).

Aber Steffen hat ein Ass im Ärmel: Er und sein Team organisieren das erste StadtCamp, das am kommenden Wochenende in Dresden stattfindet.

Logo des Stadtcamps (freundlich aufgedrängelt genehmigt von Steffen Peschel – vielleicht sollte das StadtCamp über CC-Lizenzen für Logos und Texte nachdenken… ok, nicht nur vielleicht)

Die Initiative startet zwar aus Dresden und die Teilnehmer werden wohl auch eher aus dieser Ecke stammen, die Probleme dürfen und sollen laut Steffen auch gern überregional diskutiert werden:

Es ist das erste +STADTCAMP, ja. Wenn man so will, rührt das ganze am aktuellen Stadtgeschehen. Immer mehr Projekte stehen in Dresden vor dem Aus, weil sie mit dem teilweise eigenen Anspruch nicht-kommerziell zu agieren nicht gegen einen gerade stark anziehenden Immobilienmarkt mithalten kann. Hier ist eine Karte mit einigen Projekten, die akut gefährdet sind oder schon schließen mussten: http://freiraum.fueralle.org/projekte/
Es soll aber nicht nur um Dresden gehen. Das STADTCAMP soll auch den “Austausch über den Tellerrand” ermöglichen. Sowohl geografisch wie auch thematisch. Ich möchte zB. zwei Sessions anbieten, die sich nicht direkt mit dem bedrohten Projekten beschäftigen, sondern indirekt eine Verbindung ziehen. Einmal “Wie funktioniert Barcamp?” und das andere “Stadt und Medien – Was kann man selbst und wie?”. Das ist dann sicherlich auch auf andere Städte interessant. (Hoffen ich. :))

Ich werde zwar nicht an dem StadtCamp teilnehmen (einerseits bin ich nicht direkt in das Thema involviert, auch wenn es in Chemnitz sehr viele Handlungsfelder gibt, vgl. Stadtforum; andererseits ist das Männertagswochenende traditionell familiär geblockt), aber die “Premiere” dieses Spezialformates finde ich spannend. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt und ob es vielleicht Nachahmer geben wird, ob sich ein übergreifender oder eher regionaler Ansatz hier etablieren könnte,… und ob es danach in der Blogparade von jedem Teilnehmer einen Beitrag “mein erstes StadtCamp gibt”. Die Anmeldung ist übrigens noch offen!

Educamp Bremen #echb11

Das EduCamp Bremen :: 19./20. März 2011EduCamp in Bremen war mein erstes BarCamp überhaupt, bei dem ich live vor Ort war (in Hamburg war ich zu einigen Sessions per Live-Stream dabei). Durch die im Anschluss stattfindende MLCB-Konferenz hat es sich aber geradezu angeboten, diesesmal selbst teilzunehmen. Zwar konnte ich erst Samstag am (durch die Bahn: späten) Nachmittag dazustoßen, aber gelohnt hat es sich allemal. Beschreiben möchte ich das ganze nicht, denn in der mixxt-Matrix sind die Dokumentationen zu den Sessions verlinkt. Außerdem werden im Wiki Blogeinträge rund um das Barcamp gesammelt.

Was ich aber weitergeben möchte ist das, was ich aus dem EduCamp mitnehme (Vollständigkeit wird dabei nicht garantiert):

  • Als ich das Hamburger EduCamp von Chemnitz aus beobachtet habe, dachte ich oft: Zuhören, Diskutieren, im Etherpad Notizen machen und twittern? Wie machen die das nur? Überraschenderweise hat mich das aber kein Stück überfordert, im Gegenteil: während ich sonst Notizen auf Konferenzen mit Pen&Paper oder OneNote mache, habe ich mit Etherpad auch etwas von den Notizen der anderen, inklusive deren Gedanken und zusätzlichen Materialien, die mich auf neue Ideen und Fragen brachten.
  • Das gemeinsame Notieren / Dokumentieren in Etherpad (z.B. EduPad oder PiratePad) sollte ich viel mehr einsetzen. Und ich sollte es anderen öfter vorschlagen, zum Beispiel wenn sich meine Mitbewohnerin wieder einmal mit ihrer Lerngruppe trifft um Mitschriften auszutauschen.
  • GoogleQuizes scheinen nicht nur lustig zu sein (ich war nur bei der methodischen Auswertung dabei, nicht beim Quiz selbst), sondern auch auf verschiedenen Arten sinnvoll in der Lehre einsetzbar, z.B. Einführung in die Literatursuche (welche Begriffe muss ich so eingeben, damit etwas sinnvolles dabei herauskommt und man auch nicht mehr erschlagen wird), seit wann ist ein Thema relevant, Interesse für ein Theme überhaupt erst einmal wecken etc.
  • Lehrende und Social Media ist kein einfaches Thema (Sessiondoku): soll man Schüler/Studenten auf Facebook/Twitter adden, soll man damit überhaupt arbeiten, soll man sie vielleicht sogar bloggen… Hierzu gab es einen sehr interessanten Erfahrungsaustausch. Die anwesenden Lehrer nutzen zum großen Teil Facebook und/oder Twitter (klar, sind ja auch die nur hippen dagewesen 😉 ) und haben meist auch gute Erfahrungen damit gemacht. Viele arbeiten aber über Listen, um die Schüler vom Privatleben noch ein wenig zu trennen. Gleiches sollten aber auch die Schüler tun und hierfür ist es wichtig, dass kompetente Lehrer es ihnen erläutern und vorleben können.
  • Ich habe mich in der letzten Zeit viel mit User Generated Content (UGC) beschäftigt und wie man diesen in professionellen Contenterstellungsroutinen wieder verwenden kann. Dabei habe ich Egoist aber garnicht bedacht, dass die Nutzer es vielleicht auch gern hätten, dass sie ihren UGC in eigene Materialien (Notizen, Blogs, E-Portfolios) mitnehmen können. In meiner eigenen Session (habe ja brav die BarCamp-Regeln befolgt und selbst eine Session angeboten) war das genau zum Thema geworden und wird in meine nächsten Arbeiten wohl stärker mit einfließen (müssen).
  • EduCaching fetzt! Sollte unbedingt ausgebaut werden, bin gespannt was @gibro und seine Kollegen so auf die Beine stellen (Sessiondoku).
Die Bremer Uni hat ihn: den Elfenbeinturm (Foto von dirk@bremen)

Die Bremer Uni hat ihn: den Elfenbeinturm (Quelle: Der Fallturm von dirk@bremen, CC-BY-NC-SA)

Ich betrachte das EduCamp rückblickend als eine gute Gelegenheit, sich mit anderen auszutauschen und zwar anders als bei Fachtagungen und Konferenzen eben über die Themen, die einen JETZT beschäftigen und nicht die, die man vor einem halben Jahr mal bearbeitet hat. Dennoch muss ich zugeben, dass ich zu jedem Zeitpunkt auch ein Thema gefunden hatte, das mich interessiert. Wenn das mal nicht der Fall ist oder die Diskussionen nur “alte” Argumente hervorbringen, sehe ich das vielleicht anders.
Bisher muss ich aber sagen: Das war bestimmt nicht mein letztes EduCamp!