Educamp Ilmenau #ecil12

Ich mag dieses Bild. Es ist bei der Session von @FrauFridur zur Bildungsutopie entstanden und zeigt dabei so viele Aspekte des EduCamps.

Nach den EduCamps in Bremen und Köln war das 10. EduCamp in Ilmenau also mein drittes EduCamp – und dabei das erste, das ich nur zum “Selbstzweck” besucht habe (die anderen beiden konnte ich mit der MLCB11 bzw. der DGI12 verbinden). Ich gehöre also nicht zu den “alten Hasen”, bin aber auch kein Newbie mehr und durchaus mit den Regeln des EduCamp-Prinzips vertraut (@gibro und @empeiria haben in ihren Blogs noch einmal daran erinnert). Ich hatte im Vorfeld ein paar Sessions im Forum vorgeschlagen, mit- und andiskutiert, wollte mir aber bewusst sehr kurzfristig überlegen, ob und was ich dann tatsächlich anbieten soll. Denn das ist einer der Punkte an einem EduCamp, den ich besonders schätze: die Möglichkeit, (subjektiv) aktuelle Themen vorzuschlagen und in einer stark interdisziplinären Community diskutieren zu können.

Mir ist der Thüringer Wald eigentlich sehr gut bekannt (jahrelang haben wir Silvester in Suhl verbracht und kennen auch Oberhof, Sonneberg, Meiningen, Ohrdruff, Lauscha, Gotha u.v.m.), nach Ilmenau hatte es uns aber noch nicht verschlagen. Aber es ist sehr schön hier und das bei diesem Wetter: 25°C im Oktober! Ilmenau war Ausrichter des ersten und dritten EduCamps, die ich aber zum Vergleich nicht heranziehen kann (ist also nur für die Statistik). Die Ausrichtung in einer Uni hat schonmal einen Vorteil: Es gibt Eduroam, für die quasi überlebenswichtige WLAN-Verbindung ist also gesorgt. Ebenso waren alle Räume mit Beamer und Tafel ausgestattet. Die Infrastruktur zusammen mit der tollen Orga und den Helfern bot ein ideales Umfeld für das EduCamp.

Die Beschreibung der Sessions ist mir jetzt irgendwie ausgeartet, die kommt noch einmal hier.

Na dann geht es los: 5-Finger-Feedback!

Daumen: Das wa super! Das Organisationsteam und vor allem die vielen Helfer waren unschlagbar: Egal wie oft man doch noch mal an seine Tasche musste oder ob man Hilfe bei der Raumtechnik brauchte: die vermutlich überwiegend Studenten waren immer freundlich, locker und hilfsbereit und es war auch immer etwas Zeit, sich persönlich noch einmal auszutauschen. Die Themen waren aus meiner Perspektive abwechslungsreich und ich hatte oft auch Probleme, mich für eine Session zu entscheiden.

Zeigefinger: Das könnte man besser machen! Nun folgt “Meckern auf hohem Niveau”. Das Quiz am Freitag war gut und für Nicht-Kneipenquiz’ler war es sicher auch schwer genug. Sollte man sowas wiederholen wollen (und für eine spielerische Quizzerei wäre ich auf alle Fälle) kann man sich bspw. mal an Bildungsthemen oder stärker noch örtliche Gegebenheiten herantrauen. Am Sonntag fehlte die Vorstellungsrunde und auch die Newbie-Begleitung schien nicht vorhanden bzw. nur individuell organisiert gewesen zu sein. Ja klar, ich habe es damals auch ohne geschafft, aber ich fand das Angebot in Köln (?) sehr gut und würde mich gern da auch selbst einbringen (ich brauche aber vermutlich vor dem #echh13 eine Erinnerung).

Mittelfinger: Das hat mir gar nicht gefallen! Eigentlich möchte ich gar nicht mehr so viel dazu sagen, hier wird an anderer Stelle genug diskutiert. Vielleicht allgemein: Diskussionen sollten zu jedem Zeitpunkt konstruktiv geführt werden. So wie das bei @jmm_hamburg gelaufen ist: es hat ihn etwas gestört und das ganze war dann Anlass zu einer Session. Ohne böses Blut, aber um dennoch darauf hinzuweisen. Und ich kann nur noch einmal betonen: Ich fände einen Crowdfunding-Versuch gut und interessant, sehe aber auch Gefahren, dass es nicht klappen könnte. Einfach hinschmeißen erspart diese Herausforderung.

Ringfinger: Das nehme ich mit! Ich werde Sketchnotes weiter verfolgen und wo es geht ausprobieren. Ich werde die Akademie 2.0 soweit es geht verfolgen, ich bin gespannt, wie sich dieses Projekt weiterentwickelt. Ich werden versuchen, am L3T 2.0 mitzuwirken. Ich werde das ZUM-Wiki und die WikiVersity erwähnen, wo ich kann. Ich werde die Bildungsutopie nicht aus den Augen verlieren. Ich werde weiterhin schauen, dass ich andere beim UrhG-konformen Einsatz von Medien helfen kann. Ich werde es hoffentlich schaffen, das BarCamp-Format mal im Verein zu testen. Ich werde die Kontakte aus dem EduCamp halten. Ich werde (hoffentlich) zum @echh13 kommen.

Kleiner Finger: Das ist mir zu kurzgekommen! Bei 30 Sessions hätte ich einige Sessions gern auch noch besucht. Und natürlich hätte ich auch von Ilmenau gern mehr gesehen. Aber ich kann mich nunmal nicht verteilen. Sicher konnte ich auch nicht mit jedem in dem Umfang sprechen, wie ich es mir gewünscht hätte. In anderen Blogs wird der politische Impact des EduCamps thematisiert, aber da sehe ich das anders: Das EduCamp ist keine politische Veranstaltung und soll keine werden. Es geht nicht darum, Meinungen und Haltungen zu diskutieren, es geht auch nicht um richtig und falsch. Es geht um einen Rahmen, in dem  ungezwungen von disziplinären Schranken und konkreten Zielen ein Austausch stattfinden kann. Ohne Vorgaben, ohne nötige Themen, ohne Gewinner und Verlierer, ohne Regierung und Opposition.

Erste Experimente mit Sketchnotes

Die Vorgeschichte

Als Medieninformatiker bestand ein Teil meines Studiums aus (Medien-)Gestaltung. Bei Professor Groh wurde ich zum Typonerd  (na gut, bissl Veranlagung und LaTeX ist auch dran schuld) und kann mit etwas Basiswissen Logos und Corprate Designs auseinandernehmen (und ich rate jedem, der die Möglichkeit hat, bei ihm mal eine Vorlesung zu besuchen). So ein bisschen hat sich das erhalten: Gut gemachte Infografiken finde ich super (wobei sich hier immer mehr auch “Stümper” breit machen, sei es in der Gestaltung, vor allem aber bei den Daten), ich liebe Webcomics (Linktipps) und lasse mich gern von einfachen aber wirksamen Visualisierungen begeistern (die man nicht zuletzt bei den Sachgeschichten der “Sendung mit der Maus” oder “Wissen macht Ah!” findet). Bei verschiedenen Workshops, wie L3T’s Work, unserem HDS-Kurs zur Hochschuldidaktik oder Beispiele von Oliver Tacke war mir aufgefallen, dass kleine Sketches scheinbar wieder “in” werden (vielleicht waren sie es auch schon immer, aber selektive Aufmerksamkeit und so). Man könnte nun kühn schlussfolgern, dass der Handmade-Trend (Stichwort Dawanda, ich nehme keine Haftung für Kaufräusche) auch in den (Präsentations-)Medien (wieder) angekommen sei: Sandra und Martin schreiben Vortragsfolien auch mal per Hand/Sylus, Erklärungen von CommonCraft sammeln fleißig Clicks und The RSA animate visualisiert Vorträge so, dass mir der Mund offen stehen bleibt.

Aber das sind ja Profis. Künstler. Sowas kann doch ich nicht.

Für das HDS-Modul hatte ich zwar bereits einen ersten Versuch zum Malen auf dem Tablet PC gemacht (gewünscht war eine Fachlandkarte, ich wählte eine Vorlesung zu E-Learning als E-Business (die Akzeptanz digitaler Aufgabenlösungen war aber ein wenig… mangelhaft):

 

Digitale Fachlandkarten haben übrigens so ihre Probleme…

Digitale Fachlandkarten haben so ihre Probleme

… aber das ist ja echt amateurhaft, das kann man doch keinem zeigen und so.

Letzendlich war es aber ein Tweet von Ralf Appelt, der mich darauf gebracht hat, das doch einfach noch einmal selbst zu versuchen.

Ralf ist Pädagoge, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Hamburg und war bisher auf jedem Educamp, auf dem ich auch war, also auf dem echb11 und dem ecco12. Auf letzterem hat seine Gruppe und er beim EduHack einen ganz tollen Film auf dem iPad produziert und es ist einfach nicht weg zu diskutieren, dass er zeichnerisch irre viel Übung hat und mir damit schon ein wenig voraus ist. Nach dem oben genannten Tweet hab ich dann doch mal nachgefragt:

Und siehe da, es gibt da eine Strömung zum Skech-Noting zu geben, d.h. dem schnellen Notieren in einer stark visuellen Form. Ralf sammelt dazu Ressourcen und Beispiele unter sketchnotes.de.

Erste Gehversucht im Sketchnoting

Da ich eine kleine Guerilla-Werbeaktion während des #WEL12 plane, um noch ein paar Teilnehmer für meine Umfrage für das CELePro-Projekt zu gewinnen, fand ich das einen guten Ansatz, für den Flyer das Sketching ein wenig auszuprobieren. Dabei habe ich festgestellt, dass das keine triviale Aufgabe ist, die ich mir da gestellt habe. Einen ersten Versuche habe ich zum Freitag Feierabend mit Evernote Skitch gestartet:

Ich fand das Tool nicht schlecht, war aber von der geringen Auflösung, in der das Bild gespeichert wurde, enttäuscht. Nach ein paar Versuchen kommt man aber relativ schnell auf die Anfoderungen, die das Sketch-noting so mit sich bringt. Aber erst einmal zur Technik…

Technische Ausstattung

Ich hatte sowohl mit meinem Asus IEEE Transformer TF101 plus Eingabestift, als auch mit dem Lenovo Thinkpad Tablet-PC (ich glaube es ist ein X220er, bin mir aber nicht sicher) meines Lehrstuhls testen können. Der Lenovo hat den Vorteil, dass man die Hand auflegen kann, während man mit dem Stylus zeichnet. Perspektivisch werde ich aber das Tablet öfter dabei haben,daher strebe ich eher eine Alltagslösung für dieses an.

Software-Anwendungen und Mobile Apps

Nach ein paar Versuchen haben sich doch recht schnell die Anforderungen an Anwendungen zum Sketch-Noting ergeben:

  • Man sollte relativ einfach einen klaren Strich zeichnen können. Hierbei hilft es, wenn das Programm die Linien selbst schon etwas glättet.
  • Zur Hervorhebung und Illustrations, sollte es außerdem eine halbtransparente Zeichenmöglichkeit geben.
  • Verschiedene Stiftstärken und Farben sind auch Basics für eine akzeptable Anwendung.
  • Ein “unendliches Blatt”, d.h. wenig oder keine Einschränkungen bei der Skalierung, macht es zudem leicht, wenn man nicht gleich zu Anfang weiß, wie groß die Zeichnung mal werden soll.
  • Es ist außedem ganz nett, wenn man einmal gezeichnete Elemente im Nachhinnein noch transformieren (verschieben, skalieren, drehen etc.) kann.
  • Ein Knackpunkt ist das Speicherformat: Wenn man hinterher mit den Grafiken noch etwas machen will, sollte die Anwendung entweder hochaufgelöst in Pixelgrafik-Formaten oder idealerweise als Vektorgrafik speichern können. Workarounds durch Screenshots können ebenfalls eine Lösung sein.
  • Achja, und weil ich zum Testen am Wochenende kein Budget vorgesehen hatte, wollte ich gern kostenfrei bleiben, was aber nicht ausschließt, dass ich für DAS perfekte Programm auch was zahlen würde.

Ich habe bisher leider keine Anwendung gefunden, die alle Anforderungen entspricht, aber einige, die ganz gut zu sein scheinen. Zunächst für den Lenovo Tablet-PC, also unter Windows 7:

  • Windows Journal: Ausgehend von dem Flipped-Classrooom Video von Jörn Loviscach hatte ich im Gedächtnis, dass man damit mittels Stylus ganz gut zeichnen kann (die Anforderungen der Videoaufzeichnung unterscheiden sich aber doch). Kann man auch. Eigentlich erfüllt das Programm recht viele Anforderungen, leider speichert es nur in einem proprietären Format (das exportierte TIFF-Bild hat etwa die Qualität eines Faxes und ist nicht zu gebrauchen). Außerdem ist es mir gegen Ende recht oft abgestürzt.
  • PowerPoint: …ist ja in der 2010er Version wesentlich besser geworden und auch für die Sketches nicht schlecht. Nur ist das Format von Vorn herein fest, eine nachträgliche Änderung verzerrt das Bild. Ich habe nicht so lange damit herumgespielt, aber schlecht scheint es generell nicht zu sein.
  • Andere einfach, aber gut Zeichenprogramme wie MyPaint: Letzteres habe ich auf der Suche nach einer kostenfreien Alternative zu ArtRage gefunden, das es leider nicht mehr kostenfrei gibt. Einziger Nachteil bisher: Man kann nur einzelne Schritte rückgängig machen, nicht aber Elemente nachträglich transformieren. Es ist eben wie beim analogen Zeichnen.

Außerdem habe ich das Asus Tablet strapaziert, das mit Android ice Cream Sandwich (4.0.3) läuft:

  • Erstes Testobjekt weil schon bekannt war Evernote Skitch, das sich kinderleicht bedienen lässt (schon getestet von einer Fünfjährigen): Ärgerlich war nach dem ersten Test die schlechte Auflösung. Hierfür sollte man zu Beginn des Sketches etwas herauszoomen um schon recht groß zu beginngen, dann sieht auch das Ergebnis ganz gut aus (muss man eben nur wissen. Die feste Platte schränkt die Farbauswahl etwas ein, was ein paar Abzüge in der B-Note bringt.
  • SketchBook Express: Auch schon etwas länger auf dem Tablet (“falls man mal was malen oder Kinder beschäftigen will”) gefiel es mir in ganz gut. Ralf meinte, er habe seine Sketches mit der entsprehchenden Pro-Version für das iPad erstellt. Die App glättet nicht, was nach etwas Übung vielleicht auch nicht mehr relevant ist. Außerdem kann man wie bei MyPaint die einmal gezeichneten Elemente nicht bearbeiten.

Diese Listen sind eher Good als Bad Practices. Ich habe noch ein paar weitere Anwendungen getestet, aber wieder verworfen, wenn sie Kriterien gar nicht erfüllen wollten. Ich bin aber für jegliche Tipps dankbar.

Das erste Ergebnis

Mein erstes Sketch für den Flyer sieht nun so aus:

Die Erstellung lief nicht ideal und kann effizienter ablaufen, aber das Ergebnis kann ich für den Flyer verwenden (glaube ich, was meint Ihr?). Die Zeichnung hatteich am Lenovo-Tablet-PC in Windows Journal gemacht, auf meinen Rechner gezogen und dort in Windows Journal einen Screenshot gemacht. Dann hab ich es freigestellt und die Hilfslinien heraus retuschiert. Mithilfe von Corel habe ich es vektorisiert, noch ein paar Details gerade gerückt und die Schrift eingefügt (vorher hatte ich sie handschriftlich drin, aber die Vektorisierung lieferte hier absolut unakzeptable Ergebnisse).

Challenge accepted

Nach den Spielereien ist die eigentliche Herausforderung beim Sketch-Noting aber das Live-Mitmalen. Das muss ich noch üben und ich denke, der WEL12 wird hierfür eine gute Gelegenheit sein. Ich will da schon etwas dranbleiben, weil mit simplen Elementen da offenbar sehr schöne Ergebnisse erreicht werden können. Für weitere Hinweise auf “Better Practices” bin ich dankbar und bleibe weiterhin aufmerksam für gute Beispiele im Sketching.

Educamp Bremen #echb11

Das EduCamp Bremen :: 19./20. März 2011EduCamp in Bremen war mein erstes BarCamp überhaupt, bei dem ich live vor Ort war (in Hamburg war ich zu einigen Sessions per Live-Stream dabei). Durch die im Anschluss stattfindende MLCB-Konferenz hat es sich aber geradezu angeboten, diesesmal selbst teilzunehmen. Zwar konnte ich erst Samstag am (durch die Bahn: späten) Nachmittag dazustoßen, aber gelohnt hat es sich allemal. Beschreiben möchte ich das ganze nicht, denn in der mixxt-Matrix sind die Dokumentationen zu den Sessions verlinkt. Außerdem werden im Wiki Blogeinträge rund um das Barcamp gesammelt.

Was ich aber weitergeben möchte ist das, was ich aus dem EduCamp mitnehme (Vollständigkeit wird dabei nicht garantiert):

  • Als ich das Hamburger EduCamp von Chemnitz aus beobachtet habe, dachte ich oft: Zuhören, Diskutieren, im Etherpad Notizen machen und twittern? Wie machen die das nur? Überraschenderweise hat mich das aber kein Stück überfordert, im Gegenteil: während ich sonst Notizen auf Konferenzen mit Pen&Paper oder OneNote mache, habe ich mit Etherpad auch etwas von den Notizen der anderen, inklusive deren Gedanken und zusätzlichen Materialien, die mich auf neue Ideen und Fragen brachten.
  • Das gemeinsame Notieren / Dokumentieren in Etherpad (z.B. EduPad oder PiratePad) sollte ich viel mehr einsetzen. Und ich sollte es anderen öfter vorschlagen, zum Beispiel wenn sich meine Mitbewohnerin wieder einmal mit ihrer Lerngruppe trifft um Mitschriften auszutauschen.
  • GoogleQuizes scheinen nicht nur lustig zu sein (ich war nur bei der methodischen Auswertung dabei, nicht beim Quiz selbst), sondern auch auf verschiedenen Arten sinnvoll in der Lehre einsetzbar, z.B. Einführung in die Literatursuche (welche Begriffe muss ich so eingeben, damit etwas sinnvolles dabei herauskommt und man auch nicht mehr erschlagen wird), seit wann ist ein Thema relevant, Interesse für ein Theme überhaupt erst einmal wecken etc.
  • Lehrende und Social Media ist kein einfaches Thema (Sessiondoku): soll man Schüler/Studenten auf Facebook/Twitter adden, soll man damit überhaupt arbeiten, soll man sie vielleicht sogar bloggen… Hierzu gab es einen sehr interessanten Erfahrungsaustausch. Die anwesenden Lehrer nutzen zum großen Teil Facebook und/oder Twitter (klar, sind ja auch die nur hippen dagewesen 😉 ) und haben meist auch gute Erfahrungen damit gemacht. Viele arbeiten aber über Listen, um die Schüler vom Privatleben noch ein wenig zu trennen. Gleiches sollten aber auch die Schüler tun und hierfür ist es wichtig, dass kompetente Lehrer es ihnen erläutern und vorleben können.
  • Ich habe mich in der letzten Zeit viel mit User Generated Content (UGC) beschäftigt und wie man diesen in professionellen Contenterstellungsroutinen wieder verwenden kann. Dabei habe ich Egoist aber garnicht bedacht, dass die Nutzer es vielleicht auch gern hätten, dass sie ihren UGC in eigene Materialien (Notizen, Blogs, E-Portfolios) mitnehmen können. In meiner eigenen Session (habe ja brav die BarCamp-Regeln befolgt und selbst eine Session angeboten) war das genau zum Thema geworden und wird in meine nächsten Arbeiten wohl stärker mit einfließen (müssen).
  • EduCaching fetzt! Sollte unbedingt ausgebaut werden, bin gespannt was @gibro und seine Kollegen so auf die Beine stellen (Sessiondoku).
Die Bremer Uni hat ihn: den Elfenbeinturm (Foto von dirk@bremen)

Die Bremer Uni hat ihn: den Elfenbeinturm (Quelle: Der Fallturm von dirk@bremen, CC-BY-NC-SA)

Ich betrachte das EduCamp rückblickend als eine gute Gelegenheit, sich mit anderen auszutauschen und zwar anders als bei Fachtagungen und Konferenzen eben über die Themen, die einen JETZT beschäftigen und nicht die, die man vor einem halben Jahr mal bearbeitet hat. Dennoch muss ich zugeben, dass ich zu jedem Zeitpunkt auch ein Thema gefunden hatte, das mich interessiert. Wenn das mal nicht der Fall ist oder die Diskussionen nur “alte” Argumente hervorbringen, sehe ich das vielleicht anders.
Bisher muss ich aber sagen: Das war bestimmt nicht mein letztes EduCamp!

Learntec 2011 – ein Rückblick

Da sich die Arbeit trotz Learntec irgendwie doch nicht von alleine erledigt hat, hier nur ein paar kurze Notizen aus meiner letzten Woche in Karlsruhe. Für die Vorträge konnte man in der Regel ein Top- oder Flop-Urteil vergeben. Bei einigen hatte ich mir unter den Titeln wesentlich mehr erhofft (bspw. habe ich mich gefragt, warum gerade diejenigen, die von Social Learning sprechen, Hilfen und Anleitungen im PDF-Format an ihre Schüler verteilen), andere waren wirklich gut. Damit liegt die Learntec aber wohl in einer Reihe mit sehr vielen anderen Konferenzen. Außerdem habe ich mich gefreut, viele (teils bisher nur über soziale Netzwerke) bekannte Personen zu treffen und weitere kennenlernen zu können.

  • Microlearning war einer der wenigen Tracks, die ich mir komplett angehört habe. Ergo und Lufthansa haben dabei ein paar gute Beispiele gezeigt: entgegen der sonstigen Motivation, durch Microlearning-Einheiten vor allem am Weiterbildungsetat zu sparen, waren hier hochwertige Videos und kleine Anwendungen entstanden.
  • Weitere Themen waren Bildungscontrolling und immer wieder Social Learning. Letzteren fehlt es leider oft an Lösungen zur Übertragung der gewonnen Ergebnisse des einen Kurses in einen Nachfolgekurs.
  • Ich bin zwar mit Wikis, Blogs und Microblogging ganz gut vertraut, habe aber doch einmal beim World Café von Tim Schlotfeldt hereingeschaut, vor allem um mir diese Gruppenarbeitsmethode einmal “live” anzuschauen. Das wird sich bestimmt bei Gelegenheit mit anwenden lassen.
  • Conrad Wolfram auf der Learntec 2011

    Conrad Wolfram auf der Learntec 2011

    Eine besonders interessante Keynote war die von Conrad Wolfram, bekannt durch Mathematica und die Suchmaschine Wolfram Alpha. Er gehört schon ein wenig zu meinen “Helden”. Ich weiß noch, als Wolfram Alpha bekannt wurde, saß ich mit Kommilitonen vor dem (Röhren-)Monitor und wir dachten: “Das geht?”. In seinem Vortrag plädierte er dafür, dass Kinder im Mathematikunterricht nicht rechnen lernen sollten, sondern Mathematik (der später stattfindende Vortrag ist auch hier zu finden). Einige Beispiele hierzu werden derzeit auf den Projektseiten von Computer based math gesammelt – muss ich mir mal anschauen.

  • Vielleicht ist es vielen schon bekannt, ich habe sie aber zum ersten mal gesehen: eine Sprecherzeitampel (auch im Foto mit Conrad Wolfram zu sehen, da war sie aber nicht an). Sowas sollten wir auch für Verteidigungen am Lehrstuhl anschaffen, vielleicht reicht aber weiterhin das Zunicken der jeweiligen Betreuer.
  • Marco von Münchhausen, Verfasser der Schweinehund-Sachbuchreihe, blieb mir vor allem mit dem Schweinehund-Dreisatz im Kopf: (1) Ausfallen lassen, (2) Schleifen lassen, (3) Sein lassen. Da fällt mir ein, dass ich mal wieder zum Sport müsste…
  • Auch die Public Keynote von Steve Wheeler fasste die neuen Entwicklungen sehr schön zusammen und lies einen Blick auf zukünftige Entwicklungen zu.
  • Blöderweise ist das Text-2.0-Projekt auf der Learntec komplett an mir vorbeigegangen. Ich hatte zwar die Eyetracker gesehen, dachte aber an Usability-Testing, was für mich jetzt nicht so spannend ist, da ich damit im Studium schon einige Male zu tun hatte. Dabei handelt es sich scheinbar um eine ganz neue Art von interaktivem Text, siehe hier.

I am L3T Zu meinen persönlichen Highlights gehört natürlich die Veröffentlichung des L3T-Lehrbuchs (Open Access), bei dem ich an zwei Kapiteln mitgearbeitet habe. Martin und Sandra haben wirklich ein Wunder vollbracht, nicht nur was die Organisation der Kapitelverteilung und -gutachten angeht (116 Autoren, 80 Gutachter), sondern auch wenn man die kurze Zeitspanne betrachtet, in der das Buch fertig gestellt wurde: In nicht einmal einem Jahr wurden 48 Kapitel erstellt, begutachtet, gelayoutet und “ganz nebenbei” noch Videos, Bookmarklisten und sogar iPhone und iPad-Apps erstellt (Android folgt). Daber wurde die gesamte Bandbreite des Social Webs genutzt (Facebook, Twitter, Vodpod, Flickr, Slideshare, CiteULike, Mister Wong). Auf der Learntec wurde mit einer sehr hübschen Prezi-Präsentation von der kurzen “Geschichte” des Buches berichtet und es war auch schön, einige Autoren dort zu treffen. Parallel lief ein Online-Flashmob.

Ich hoffe, dass es sich als ein Standardwerk etabliert und will daher gleich nochmal auf die Patensuche aufmerksam machen.

Notes Package: todonotes (via LaTeX for Humans)

Lightened up my day: while I’ve used a self-defined command for ToDos until now, there is a very useful package for making notes for ongoing tasks.
Thanks to @chbeer, who calss my attention to the Latex for Humans blog!

Notes Package: todonotes This is a package I recently stumbled upon. It allows you to easily insert notes into a document – either inline or in the margins. It can also create a list of to-do notes, which would be helpful when editing drafts. I particularly like the missingfigure{} command. This inserts a bright, bold image into your text – so you won’t forget … Read More

via LaTeX for Humans